Steigende Immobilienpreise für 2017 erwartet

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.01.2017

Wer dachte, die Immobilienpreise hätten allmählich ihren Zenit erreicht, irrt womöglich. Nach Einschätzung mehrerer Experten werden die Preise für Wohneigentum auch im kommenden Jahr weiter steigen. Selbst in ländlichen Regionen könnte es dann immer schwieriger werden, eine Immobilie zu erwerben. Nach wie vor sind es aber vor allem die Ballungsräume, in denen Kaufwillige aber auch Mieter mit hohen Kosten rechnen müssen.

Für das Jahr 2017 rechnen mehrere Experten mit einem weiteren Anstieg der Immobilienpreise. Lukas Siebenkotten, der Direktor des Deutschen Mieterbunds, kommentiert laut „Spiegel Online“: „Wir gehen davon aus, dass sich die Preisspirale weiter dreht.“ Damit setzt sich anscheinend ein Trend fort, denn auch 2016 sind die Preise für Wohneigentum rasant gestiegen.

Ballungsräume sind weiterhin besonders stark betroffen

Laut Siebenkotten sind vor allem Groß- und Universitätsstädte sowie Ballungsräume von den steigenden Preisen betroffen. Nach einem Umzug müssen Mieter in Großstädten nach Informationen des Mieterbunds sieben bis acht Prozent mehr bezahlen und auch Bestandsmieten legen zu. „Es gibt kein Indiz, dass die Mieten 2017 weniger stark steigen“, erklärt Siebenkotten. Auch die Wohnungsunternehmen rechnen mit einem weiterhin angespannten Wohnungsmarkt in den Ballungsräumen. Axel Gedaschko, Präsident des Branchenverbands GdW, fordert laut „Spiegel Online“: „Wir brauchen neue Stadtteile und zugleich Verdichtung in den bestehenden.“

Immobilienpreise steigen auch im ländlichen Raum

Auch wenn Baufinanzierungen aufgrund der Niedrigzinsphase sehr günstigen Konditionen zu haben sind, müssen Kaufwillige aufgrund der steigenden Immobilienpreise für Wohneigentum tiefer in die Tasche greifen. Das gilt nicht nur für die Ballungsräume, auch auf dem Land bemerken Experten einen Anstieg.

Peter Ache, Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises der Oberen Gutachterausschüsse, erklärt: „Es gibt Anzeichen dafür, dass es auch in ländlichen Bereichen zuletzt leichte Preissteigerungen gegeben hat.“ Diese Zahlen beziehen sich allerdings ausschließlich auf Kaufverträge. Mieten sind in ländlichen Regionen hingegen weniger problematisch.

Laut Lukas Siebenkotten vom Mieterbund ist der Markt dort aufgrund der geringen Nachfrage relativ stabil: Junge Menschen seien eher an einem Leben in den Großstädten interessiert und durch die sinkende Zahl von Familiengründungen würden sie öfter auch langfristig dort bleiben.

Quelle: Spiegel Online

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