Steigende Preisentwicklung bei Freizeitaktivitäten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.06.2016

Die in den vergangenen Jahren stark steigende Preisentwicklung im Bereich Freizeit stellt vor allem sozial schwache Familien vor Probleme. Für Freizeitaktivitäten müssen Bundesbürger im Durchschnitt 40 Prozent mehr ausgeben als noch vor 16 Jahren. In den Statistiken zur Inflationsrate wird dieser Ausgabenbereich kaum erfasst.

Während die jährliche Inflationsrate in Deutschland seit zwei Jahren bei unter einem Prozent liegt, läuft die Preisentwicklung im Bereich Freizeit ganz anders ab: Hier steigen die Preise seit einigen Jahren extrem an, was besonders für Familien mit geringem Einkommen ein Problem darstellt.

Stark steigende Preisentwicklung bei Freizeitparks

Wie die „Welt“ mit Bezug auf Zahlen des Statistischen Bundesamts berichtet, sind zum Beispiel die Preise für den Besuch von Freizeitparks seit dem Jahr 2000 um 140 Prozent gestiegen. Eine vierköpfige Familie muss für den reinen Eintrittspreis mittlerweile oft mit rund 150 Euro rechnen. Auch der Besuch von Sportveranstaltungen ist mit einer Preisentwicklung von plus 70 Prozent nun deutlich teurer als zur Jahrtausendwende.

Deutliche Preissteigerungen gab es auch beim Schwimmbadbesuch (47 Prozent mehr), in Oper und Musical (46 Prozent mehr), Theater (42 Prozent mehr) und Kino (33 Prozent mehr) sowie beim Verzehr von Eis oder Desserts (33 Prozent mehr). Museen befinden sich dagegen weiterhin auf einem relativ niedrigen Preisniveau, da sie staatlich subventioniert werden.

Überdurchschnittlich starke Teuerung im Bereich Freizeit

In den vergangenen 16 Jahren ist das allgemeine Preisniveau um 25 Prozent gestiegen, im Bereich Freizeit allerdings um etwa 40 Prozent. In der jährlichen Inflationsrate wird dies auch deshalb nicht deutlich, weil diese auf einem beispielhaften Warenkorb der Statistiker beruht. Darin machen Freizeitaktivitäten aber nur einen Anteil von drei Prozent aus, sodass deren Preisentwicklung sich kaum auf die Inflationsrate auswirkt.

Vor allem für sozial schwache Familien, die staatliche Leistungen beziehen, ist das problematisch: Denn der Betrag, den sie auf ihr Girokonto erhalten, orientiert sich an der allgemeinen Teuerungsrate – gerade Familien sehen sich aber mit hohen Kosten für Freizeitaktivitäten konfrontiert, deren Preise besonders stark steigen.

Quelle: Welt

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