Steueränderungen 2019: Abgabefrist, Freibetrag und Versicherungen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.01.2019

Im Jahr 2019 erwarten Steuerzahler einige Änderungen bezüglich ihrer Steuererklärung. Freuen dürfen sie sich vor allem über eine verlängerte Abgabefrist sowie höhere Freibeträge.

Verlängerte Abgabefrist und höhere Freibeträge

Bislang war die Steuererklärung für das vorausgegangene Kalenderjahr bis zum 31.05. fällig. Ab 2019 wird ein größerer Spielraum gegeben und die Abgabefrist bis zum 31.07. verlängert. Ein höherer Betrag, der jährlich steuerfrei verdient werden darf, wird vor allem Minijobber und Midijobber freuen. Während im Jahr 2018 die Grenze bei 9.000 Euro lag, steigt sie 2019 auf 9.168 Euro.

Für ein Einkommen in dieser maximalen Höhe müssen keine Steuern gezahlt werden; es handelt sich um den sogenannten Grundfreibetrag, der vor allem Menschen, die am Existenzminimum leben, betrifft. Weiterhin profitieren Familien mit Kindern, die auf Kindergeld verzichten und stattdessen den Kinderfreibetrag in Anspruch nehmen. Dieser wird von zuletzt 4.788 Euro im Jahr 2018 auf 4.980 Euro in 2019 angehoben. Inklusive Betreuungsfreibetrag kommen die betroffenen Eltern auf einen Freibetrag von 7.620 Euro im laufenden Jahr. 2020 sollen die Grenzen noch höher gesteckt werden; dann ist ein Kinderfreibetrag von 5.172 Euro bzw. 7.812 Euro inklusive Betreuungsfreibetrag gegeben.

Mehr Kindergeld, teurere Pflegeversicherung

Auch wer den Kinderfreibetrag nicht nutzt und stattdessen Kindergeld bezieht, darf sich 2019 freuen. Die Auszahlung steigt jeweils um zehn Euro. Beispielsweise gibt es eine Erhöhung für ein bis zwei Kinder von 194 Euro auf 204 Euro pro Kind. Die Beiträge zur Krankenversicherung bleiben im kommenden Jahr voraussichtlich stabil, während der Zusatzbeitrag bei einigen Kassen sinkt. Außerdem muss dieser nun zur Hälfte vom Arbeitgeber und nicht mehr vom Versicherten allein getragen werden.

Weiterhin sinken die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um 2,6 Prozent. Schlechte Nachrichten gibt es bezüglich der Pflegeversicherung. Ein Anstieg von rund 0,3 Prozent – abhängig von der eigenen Versicherung – sorgt voraussichtlich im Jahr 2019 für höhere Beiträge. Es ist aber einer der wenigen Bereiche, in denen ein Beitragsanstieg zu erwarten ist.

Quelle: steuererklaerung.de

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