Steuereinnahmen bei Bund und Ländern kräftig gestiegen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.03.2017

Im Januar und Februar flossen deutlich mehr Steuereinnahmen in die Kassen von Bund, Ländern und Kommunen. Der Zuwachs von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt deutlich höher als erwartetet. Grund für den vom Bundesfinanzministerium bekannt gegebenen Aufwärtstrend sind die Steigerungen der Einnahmen durch Lohn- und Umsatzsteuern.

Es geht bergauf in den Kassen der Kommunen, Länder und des Bundes. Die ersten beiden Monate des neuen Jahres zeigten deutlich höhere Steuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahr. Die Entwicklung ist zum Großteil in den erhöhten Einnahmen aus Lohn- und Umsatzsteuer begründet. Insgesamt konnte das Bundesfinanzministerium einen Zuwachs von 6,2 Prozent verkünden.

Mehr Steuern aus verschiedenen Richtungen

Im Januar und Februar wurde deutlich mehr Geld in staatliche Kassen gespült. Abzüglich der reinen Gemeindesteuer stieg das Aufkommen von Steuereinnahmen laut des Bundesfinanzministeriums im Februar um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Trend ist die Folge einer anhaltend hohen Zahl von Beschäftigten, deren gestiegene Löhne und der starken Konsumfreude, erklärte das Haus von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Hinzu kommen die Steuern auf Unternehmensgewinne, die ebenso zugenommen haben wie die Abgeltungssteuern auf Kapitalerträge. Der Bund allein konnte 24,6 Prozent höhere Steuern verbuchen, die Länder steigerten die Einnahmen mit 22,3 Milliarden Euro um 8,3 Prozent.

Prognosen für weitere Aufwärtstrends

Insgesamt stiegen die Steuereinnahmen auf 95,595 Milliarden Euro. Das Plus der ersten zwei Monate 2017 liegt mit seinen 6,2 Prozent weit über dem geschätzten Zuwachs von 2,9 Prozent. Die nächste Schätzung steht Anfang Mai an. Das Finanzministerium erwartet konjunkturbedingt und dank weiterhin hoher Beschäftigung kein plötzliches Ende des Anstiegs.

Aktuelle Daten aus der Wirtschaft geben auch weiterhin Grund zur Hoffnung auf einen Fortgang des konjunkturellen Aufwärtstrends. Dazu gehören ein dynamischer Beschäftigungsaufbau und der Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Inflation hat im Februar den höchstens Stand seit dem Sommer 2012 erreicht. Damit liegt der Wert zum ersten Mal seit langem leicht über dem Ziel der Europäischen Zentralbank von knapp unter zwei Prozent.

Quellen: FAZ, Süddeutsche, Finanzen.net

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