Steuererklärung: Was Arbeitnehmer vor der Abgabe noch beachten müssen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.05.2018

Bis zum 31. Mai muss die Steuererklärung abgegeben werden – wenn Angestellte sie selbst ausfüllen und keine Fristverlängerung beantragt haben. Dabei ist die Unwissenheit um das ungeliebte Thema Steuern vergleichsweise groß. Das führt zu Fehlern in der Steuererklärung, die wiederum Geld kosten können.

Einer der größten Irrtümer: Das Finanzamt hat immer recht. Nach Abgabe der Steuererklärung prüfen nur wenige Steuerzahler den Steuerbescheid des Finanzamts. Dabei passieren auch den Finanzbeamten Fehler. Jeder dritte Einkommensteuerbescheid ist laut dem Bund der Steuerzahler fehlerhaft.

Werbungskosten in der Erklärung angeben

Jedem Steuerzahler steht grundsätzlich ein Werbungskosten-Pauschbetrag von 1.000 Euro zu. Liegen beispielsweise die Fahrtkosten zur Arbeit nicht über diesem Betrag, lohnt es sich nicht, diese genau aufzuschlüsseln und auszurechnen. Erst bei einem Fahrtweg von mehr als 16 Kilometern übersteigen die Aufwendungen den Pauschbetrag.

Unbedingt angegeben werden sollten hingegen Handwerkerkosten. Sie lassen sich zwar nicht in vollständiger Höhe von der Steuer absetzen, aber immerhin zu 20 Prozent. Berücksichtigt werden dabei jedoch nur die eigentlichen Lohnkosten, nicht etwa Aufwendungen für Materialien. Zudem können pro Veranlagungsjahr maximal 1.200 Euro rückerstattet werden. Gültig ist die Anrechnung auch nur dann, wenn die Leistungen vor Ort im eigenen Haushalt entstanden sind. Die Rechnung darf dabei nicht in bar beglichen werden, das soll Schwarzarbeit vorbeugen.

Krankheitskosten lassen sich nicht absetzen

Nicht immer übernimmt die Krankenkasse alle Kosten für die eigene Gesundheit. Ein unter Arbeitnehmern weit verbreiteter Irrtum lautet dabei, dass die nicht übernommenen Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden können. Dabei müssen die Kosten jedoch die sogenannte zumutbare Belastung überschreiten. Ein Teil der Aufwendungen ist somit ohnehin vom Steuerzahler zu tragen. Wie hoch die Belastungsgrenze ausfällt, hängt vom Einkommen und dem Familienstand ab.

Quelle: Focus

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