Steuerreform: Mehr Kindergeld und Kinderzuschlag

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.10.2016

Der Streit um die Steuerreform in der Großen Koalition scheint beigelegt. Union und SPD haben sich offenbar auf eine Anhebung des Kinderzuschlags und eine Kindergelderhöhung geeinigt. Große Sprünge sind für Eltern damit allerdings nicht drin. Die Entlastung für Eltern könnte möglicherweise schon zum Jahreswechsel in Kraft treten.

Die geplante Steuerreform von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und die Interessen von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) schienen lange nicht vereinbar. Nach einem Bericht der „Bild“ sollen die Regierungsparteien nach zähen Gesprächen nun aber doch zu einer Einigung gekommen sein.

Möglicherweise schon ab Januar 2017 mehr Geld für Eltern

Im Rahmen der Steuerreform soll der Kinderzuschlag für Geringverdiener dem Blatt zufolge um zehn Euro auf 170 Euro monatlich steigen. Außerdem werde es die von Schäuble bereits im Vorfeld angekündigte Kindergelderhöhung um zwei Euro pro Monat geben. Bereits in der kommenden Woche soll das Kabinett über den Gesetzesentwurf beraten. Ein Inkrafttreten zum Jahreswechsel ist somit theoretisch möglich, sodass sich viele Eltern bereits ab Januar 2017 über einen etwas höheren Geldeingang auf dem Girokonto freuen können.

SPD warnte im Vorfeld vor „lächerlicher“ Kindergelderhöhung

Vor gut einem Monat, als Schäuble die Kindergelderhöhung um zwei Euro in Aussicht gestellt hatte, hagelte es Kritik – nicht nur von der Opposition und Verbänden, sondern auch seitens des Koalitionspartners. Bundeswirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel warnte damals, die Regierung müsse aufpassen, sich mit dieser Kindergelderhöhung „nicht lächerlich“ zu machen. Noch bleibt der Effekt von der Steuerreform überschaubar. Deutlichere Entlastungen hatte Schäuble allerdings auch erst für die Zeit nach der Bundestagswahl in Aussicht gestellt. Der Kinderzuschlag für Familien mit geringem Einkommen war bereits zum 1. Juli dieses Jahres um 20 Euro erhöht worden.

Zeitpunkt der Einigung über die Steuerreform für Schäuble günstig

Dem Finanzminister dürfte die Einigung über die geplante Steuerreform zu diesem Zeitpunkt sehr entgegenkommen. Derzeit tagt nämlich der Internationale Währungsfonds (IWF). Dieser hatte die Bundesregierung in den vergangenen Jahren immer wieder aufgefordert, die Binnennachfrage anzukurbeln, anstatt krampfhaft am ausgeglichen Haushalt festzuhalten. Nun kann Schäuble dort die geplanten Steuerentlastungen vorstellen.

Quellen: Bild, Zeit Online

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