Steuervorteile für E-Autos - Das ist geplant

Zuletzt aktualisiert am 15.07.2019

Andreas Scheuer (CSU) möchte die Steuer stärker staffeln – schon seit Ende Mai steht der Vorschlag seitens des Bundesverkehrsministers im Raum. Vor allem in Hinblick auf klimafreundliche Dienstwagen sollen sich Vorteile für den Fahrer ergeben. Darunter fallen auch die Elektroautos.

Dass gewisse Vorteile wünschenswert sind, zeigt der bislang sehr geringe Anteil eingesetzter E-Autos im Firmenbereich. Auch die Autohersteller würden von den Käufer-Vorteilen profitieren, da sie als zusätzlicher Kaufanreiz dienen.

Wenig E-Autos in Firmenfuhrparks im Einsatz

Allein knapp 63 Prozent aller Neuwagenzulassungen, die bis einschließlich Mai 2019 erfolgten, sind gewerbliche. Rund 800.000 Neuwagen sind im Firmenmarkt jährlich im Einsatz. Nur wenige Kunden entscheiden sich dabei aber für ein Elektro- oder klimafreundliches Hybridauto. Verschwindend geringe 2,3 Prozent der eingesetzten Fahrzeuge sind E-Autos und sogar nur 1,3 Prozent der Wagen fallen in den Bereich der so genannten Plug-in-Hybride.

Ökologische Eigenschaften von Dienstwagen sollen nun aber belohnt werden – nach einem Vorschlag von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU in Form einer geringeren Steuer. Die Idee: Wenn der rein elektronisch betriebene Firmenwagen privat genutzt wird, soll dieser nur noch mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises im Inland besteuert werden. Bereits seit Anfang des Jahres werden Elektrofahrzeuge und Hybride, die extern aufgeladen werden können, mit 0,5 statt 1,0 Prozent besteuert. Letzteres betrifft herkömmliche Firmenwagen mit Verbrennungsmotor.

Mehr Vorteile für E-Auto-Käufer gefordert

Dass zumindest diese 0,5 Prozent bei Elektroautos bleiben – dafür setzt sich auch Finanzminister Olaf Scholz von der SPD ein. So soll der Vorteil bis Ende des Jahres 2021 bestehen bleiben. Zusätzlicher Plan der SPD: Eine verdoppelte Kaufprämie, die aber an bestimmte Voraussetzungen (wie einen Maximalkaufpreis von 30.000 Euro) geknüpft ist. Die Grünen wünschen sich indes eine Art Bonusprogramm, das Gutschriften für E-Autos in Hinblick auf die Kfz-Steuer vorsieht.

Die Förderung von Firmenfahrzeugen mit alternativen Antrieben liegt nicht nur im Interesse der Verkehrs- und Finanzminister, sondern auch und gerade im Interesse der Autohersteller. Da viele Elektroautos zunächst durch ihren hohen Preis und die damit verbundenen Anschaffungskosten abschrecken, ist eine geringere Besteuerung attraktiv – sie könnte so manchen Kunden schlussendlich doch noch zum Kauf des klimafreundlichen Wagens verleiten.

Quelle: tagesspiegel.de 

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