Stiftung Warentest: Das ist bei der nachhaltigen Geldanlage zu beachten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 17.07.2018

Das Thema Nachhaltigkeit rückt bei immer mehr Anlegern in den Fokus. Das Problem: Es gibt keine einheitliche, gesetzliche Definition von nachhaltigen Investments. Daher untersucht die Stiftung Warentest regelmäßig, welche Anlageprodukte bestimmte ethische und moralische Kriterien erfüllen. Ausgeschlossen werden dabei beispielsweise Festgelder von Banken, die direkt oder indirekt in Kernenergie investieren.

Insbesondere Fonds sind für Verbraucher zwar aus Renditesicht vorteilhafte Investments, allerdings auch intransparent. Schließlich investieren die Fonds das Kapital teils in hunderte Basiswerte. Theoretisch müsste der Verbraucher jedes einzelne Investment nochmal manuell überprüfen, um sicherstellen zu können, dass keines der Unternehmen mit Kinderarbeit, Kernenergie und Co. zu tun hat. Die Stiftung Warentest nimmt ihnen diese Arbeit ab.

Wann Investments nachhaltig sind

Die Stiftung Warentest definiert ethische Sparangebote und Fonds wie folgt: Es werden Investments mit dem Geld der Anleger ausgeschlossen, bei denen Unternehmen ihr Geld mit Kernenergie, geächteten Waffen, Kinderarbeit oder Geschäften verdienen, in denen Menschen-, Grund- und Arbeitsrechte verletzt werden. Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Kriterien, die Anleger frei in ihre Entscheidung einbeziehen können. Wer beispielsweise nicht möchte, dass die Unternehmen mit fossilen Brennstoffen Geld verdienen, kann auch solche Aspekte mit in die eigene Anlageentscheidung einbeziehen.

Banken, die komplett auf die genannten Investments verzichten, haben in der Regel einen kirchlichen Hintergrund oder sind komplett auf das Thema Nachhaltigkeit fokussiert. Sowohl hier angelegte Festgelder als auch Depots beziehungsweise hierin handelbare Fonds erfüllen die Vorgaben. Dafür müssen Anleger aber unter Umständen auf Rendite verzichten und sind in der Wahl der Investitionsobjekte eingeschränkt. Aufgrund der großen Nachfrage nach nachhaltigen Investments finden sich mittlerweile aber bei fast allen Banken entsprechende Angebote. Beispielsweise können über bestimmte Filter in einigen Depots nicht nachhaltige Fonds und ETFs aus der Suche ausgeschlossen werden. Insbesondere viele regionale Sparkassen haben zudem Angebote für nachhaltige Festgelder entwickelt, bei denen Kunden genau nachvollziehen können, wofür ihr Investment verwendet wird.

Quelle: test.de

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