Strom und Gas: Mehrere hundert Euro Sparpotenzial

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.12.2017

Für viele der über 20 Millionen Haushalte mit einem Gasanschluss lohnt sich ein Anbieterwechsel – das vermeldet zumindest Finanztest. Das Verbraucherportal hat Gas- und Strompreise deutschlandweit miteinander verglichen. Dabei seien die Gaspreise für Neukunden so günstig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Auch bei vielen Stromkunden bestünde hohes Einsparpotenzial, das durch einen Wechsel ausgeschöpft werden könne.

Obwohl sich die Gaspreise derzeit auf einem Fünfjahrestief bewegen, zahlen viele Verbraucher ab dem kommenden Jahr mehr Geld für ihren Tarif. Laut Finanztest würden viele Energieversorger ab dem zweiten Vertragsjahr kräftig an der Preisschraube drehen. Erhöhungen von 30 Prozent und mehr seien keine Seltenheit.

Sparpotenziale böten sich daher vor allem für aktive Kunden, die ihre Anbieter regelmäßig wechseln und Preise vergleichen - zum Beispiel mit dem FinanceScout24 Stromvergleich.

Jährlicher Wechsel spart Geld

Strom- und Gasanbieter locken Neukunden jedes Jahr mit hohen Bonuszahlungen. Das Problem: Diese wirken sich nur auf den Strom- oder Gaspreis im ersten Vertragsjahr aus. Wer nicht rechtzeitig kündigt, zahle laut Finanztest mehrere hundert Euro im zweiten Vertragsjahr zu viel. Denn die Preissteigerungen der Energieversorger lägen nicht selten bei 30 Prozent und mehr. Ein Beispielkunde aus Berlin, der einen Gasverbrauch von 20.000 kWh im Jahr habe, könne durch einen Wechsel ganze 514 Euro sparen.

Doch mit dem einmaligen Wechsel ist es nicht getan. Denn auch beim neuen Anbieter läuft der Bonus nach einem Vertragsjahr ab, anschließend warten die bekannten Preiserhöhungen auf den Verbraucher. Wer jedes Jahr den Tarif wechsle, fahre nach Angaben von Finanztest zweifelsfrei am günstigsten. Weil das vielen Verbrauchern zu aufwendig ist, setzen sie allerdings oftmals auf flexible Tarife. Nach einer Mindestlaufzeit lassen diese sich im zweiten Jahr monatlich kündigen. Dabei fallen die Arbeits- und Grundpreise moderat aus, Kunden müssen aber auf einen Neukundenbonus verzichten. So sollen dafür starke Preisunterschiede zwischen erstem und allen weiteren Vertragsjahren vermieden werden.

Bei Preiserhöhungen verhandeln

Sollte der eigene Strom- oder Gasanbieter trotz flexiblem Tarif saftige Preiserhöhungen vornehmen, können sich Verhandlungen lohnen. „Fragen Sie Ihren Versorger bei einer Preiserhöhung nach günstigeren Preisen“, meint Finanztest. Reagiert der Anbieter nicht auf die Verhandlung, sollte dann aber der Vertrag gekündigt und der Stromanbieter gewechselt werden.

Quellen: Stiftung Warentest, Express.de

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