Strom und Gas: Aktuell teuer wie nie

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.04.2019

Momentan muss in deutschen Haushalten für Strom und Gas tief in die Tasche gegriffen werden. Das traurige Rekord-Hoch sorgt abhängig vom Verbrauch für jährliche Mehrkosten im zweistelligen Bereich. Die Gaskosten waren in den letzten drei Jahren nie so teuer.

Zuletzt gab es derartige Preisanstiege im Jahr 2008. Trotz begünstigender Faktoren ist in naher Zukunft keine Preissenkung zu erwarten. In Hinblick auf die Stromkosten fordern Experten nun eine weitgehende Abschaffung der Steuer, um die Verbraucher zu entlasten.

Strom: Durchschnittlich 29,42 Cent pro kWh

Im März stieg der Strompreis bereits zum siebten Mal in Folge an. Verbraucher zahlten einen durchschnittlichen Preis von 29,42 Cent pro Kilowattstunde, ermittelten jetzt Online-Vergleichsportale. Der Grund: Gut zwei Drittel der insgesamt 826 deutschen Grundversorger zogen bei den Preisen kräftig an. Doch auch, wer aktuell noch nicht betroffen ist, kann nicht aufatmen. Immerhin kündigten 62 weitere Versorger an, die Preise zum April und Mai zu erhöhen. Je nachdem, wie viele Personen im Haushalt leben und wie hoch die Stromkosten ausfallen, sind das Mehrkosten im höheren zweistelligen Bereich pro Jahr.

Höhere Kosten bei der Strombeschaffung stecken unter anderem hinter den Ausgaben. Dabei ist der Preis für die eigentlichen Rohstoffkosten aber nicht ausschlaggebend. Dieser umfasst lediglich ca. 18 Prozent der Gesamtstromkosten – der Rest geht für Steuern und weitere Abgaben drauf. Unter diese fällt etwa die Förderung von Ökostrom. Experten der Verbraucherzentrale fordern aktuell eine weitestgehende Abschaffung der Stromsteuer, immerhin für eine Senkung sprach sich Martin Neumann (FDP) aus.

Gas: Zehn Prozent Mehrkosten für Verbraucher

Auch die Preise für Gas schnellen weiterhin in die Höhe: Sie befinden sich auf dem höchsten Stand in Hinblick auf die letzten drei Jahre. Eine so starke Erhöhung wie aktuell gab es zuletzt im Jahr 2008. Zehn Prozent Mehrkosten kamen im vergangenen März auf die Verbraucher zu. Ebenso ist die Inflationsrate der Verbraucherpreise betroffen und liegt 1,3 Prozent über dem Wert des vorherigen Jahres.

Trotz preisdämpfender Faktoren, wie beispielsweise der guten Gasvorräte aufgrund des vergangenen, ungewöhnlich warmen Winters, sind größere Ersparnisse nicht in Sicht. Gerade die Stromkosten könnten sogar aufgrund der Beschaffungspreise noch weiter ansteigen.

Quelle: www.express.de

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