Stromanbieter: Nur wenige wechseln

Zuletzt aktualisiert am 18.11.2019

Der örtliche Stromversorger ist für viele Deutsche die beständige Nummer 1. Über die Hälfte der Haushalte lässt sich durch einen Grundversorger mit Energie beliefern. Doch immerhin stecken nur wenige in teuren Grundversorgungstarifen.

Auch entscheiden sich wenige Haushalte dafür, den Anbieter zu wechseln. Ein aktueller Bericht der Bundesnetzagentur zeigt aber, dass bei einem Wechsel oft Sparpotenziale vorhanden sind.

Grundversorger punkten

Der Großteil der Deutschen hält seinem örtlichen Stromanbieter die Treue. Rund 69 Prozent aller Haushalte wurden im vergangenen Jahr durch den Grundversorger in ihrem Wohnort mit Energie beliefert. Davon steckten etwa 27 Prozent in einem als teuer geltenden Grundversorgungstarif. Die Prozentzahl der Kunden bei den örtlichen Anbietern zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr konstant, während die Prozentzahl der Kunden mit Grundversorgungstarif um einen Punkt zurückging.

Bei den Versorgern handelt es sich um Stadtwerke und ähnliche Energielieferanten, die in einem gewissen Umfeld die meisten Kunden aufweisen. Neben den Grundversorgungstarifen gibt es dort aber meist auch günstige Alternativen. Während der Kunde bis 1998 keine Wahl in puncto Stromversorger hatte, ist diese seither frei möglich. Rund 124 Anbieter standen durchschnittlich im vergangenen Jahr zur Wahl. Doch konnten andere Anbieter als die Stadtwerke und Co ähnlich wie im Vorjahr nur etwa 31 Prozent der Haushalte für sich gewinnen.

Mehr als 50€ Ersparnis

Auch die Zahl der Anbieterwechsel blieb gering: Es änderten rund 4,7 Millionen ihren Versorger. Diese Daten gehen aus dem Monitoringbericht der Bundesnetzagentur sowie dem Bundeskartellamt hervor und wurden der Deutschen Presse-Agentur kürzlich vorgelegt. Sie zeigen auch: Durch einen Wechsel zu einem anderen Lieferanten oder immerhin die Umstellung von einem Grundversorgungstarif auf ein günstigeres Angebot ließen sich bei einem jährlichen Verbrauch von 3.500 kWh etwas mehr als 50 Euro sparen.

Trotzdem blieben die meisten Deutschen im Grundversorger treu. So oder so zogen die Strompreise kräftig an: Im April 2019 lag der Preis für eine Kilowattstunde bei etwa 30,85 Cent im Durchschnitt – ein Cent mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Weitere Erhöhungen sind durch den Preisanstieg im Großhandel wahrscheinlich.

Quelle: sz.de

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