Stromkosten: Auch 2018 auf hohem Niveau

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.11.2017

Die staatlichen Umlagen für den Strom und auch die Einkaufspreise der Stromversorger gehen im kommenden Jahr leicht zurück. Doch für den Verbrauch wird der Strom im nächsten Jahr wieder nicht günstiger und verweilt auf hohem Niveau. Damit bleibt die Bundesrepublik bei den Stromkosten einer der Spitzenreiter in Europa.

Nach Ansicht von Verbraucherschützern seien die Versorger an den hohen Stromkosten schuld, sie würden aktuelle staatliche Entlastungen nicht an Verbraucher weitergeben. Die Stromkonzerne verweisen trotzdem auf die Bundesregierung. Denn mehr als die Hälfte des gesamten Preises würde in staatliche Umlagen fließen, sodass den Stromanbietern kaum noch Spielraum für die Preisgestaltung bleibe. Unabhängig von der Schuldfrage leiden jedoch in erster Linie die Verbraucher unter der Situation – auch 2018.

Ankündigungsfrist für Preiserhöhungen endet

Auch 2018 verweilen die Stromkosten für Verbraucher auf einem hohen Niveau. Noch bis Ende des Monats haben die Stromanbieter Zeit, Preiserhöhungen für das kommende Jahr anzukündigen. Auch Verbraucher können ihre aktuellen Verträge unter Umständen noch in der kommenden Woche kündigen und den Anbieter wechseln.

Die vier größten Energieversorger Eon, Innogy (RWE), Vattenfall und EnBW werden ihre Preise im kommenden Jahr nicht senken – und das, obwohl die Großhandelspreise von Januar bis Oktober um drei Prozent zurückgegangen sind und die Energiekonzerne selbst moderate Preise zahlen konnten. Im Durchschnitt dürfte der Strompreis 2018 leicht anziehen, auch wenn die staatliche Umlage im kommenden Jahr sinkt. Einziger Lichtblick: Eine flächendeckende Erhöhung wie im Vorjahr bleibt den Stromkunden erspart.

Gesunkene Kosten werden nicht weitergegeben

Die leichte Erhöhung der Strompreise verwundert vor allem vor dem Hintergrund, dass die Versorger selbst geringere Einkaufspreise zahlen. So sank der Großhandelspreis für Strom von Januar bis Oktober um ganze drei Prozent. Entsprechend machen Verbraucherschützer die Stromkonzerne für die aktuellen Preissteigerungen verantwortlich. Diese wehren sich mit Verweisen auf die weiterhin hohe Umlage für erneuerbare Energien, die – gepaart mit anderen Umlagen – ganze 50 Prozent des Strompreises ausmache.

Quellen: Süddeutsche, Berliner Morgenpost, Welt.de

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