Studie: Diese Arbeitnehmer profitieren von Steueränderungen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.01.2017

Zum Jahresbeginn haben sich einige Steuern und Sozialabgaben verändert. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat in einer noch unveröffentlichten Studie herausgefunden, welche Arbeitnehmer besonders von den Änderungen profitieren: In erster Linie sind es Arbeitnehmer mit kleineren und mittleren Einkommen. Die Gruppen, die am stärksten durch die Änderungen bevorteilt werden, sind Haushalte mit Kindern und Geringverdiener. Arbeitnehmer, die mehr als 80.000 Euro im Jahr verdienen, werden allerdings zusätzlich belastet.

„Die meisten Singles, Ehepaare, Alleinerziehenden und Familien werden leicht entlastet“, so die Ökonomen des IW in einer neuen Studie, die der Rheinischen Post vorliegt. Personen mit einem Einkommen von unter 80.000 Euro werden in Zukunft fünf bis zehn Euro im Monat mehr zur Verfügung haben.

Dabei schlägt bei Haushalten mit Kindern besonders die Erhöhung des Kinderfreibetrages und des Kindergeldes zu Buche. Höherverdiener (ab 80.000 Euro brutto im Jahr) müssen allerdings höhere Beiträge in der Pflegeversicherung zahlen. Aufgrund der verschobenen Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung werden die Ersparnisse der Erhöhungen aufgefressen.

Diese gesetzlichen Änderungen sorgen für Entlastung

Die Regierung wollte Anfang des Jahres mit einigen Änderungen bei Sozialabgaben und Steuern die Bürger entlasten. Im Rahmen dessen wurde der Grundfreibetrag von 8.652 Euro auf 8.820 Euro angehoben. Außerdem wurde das jährliche Kindergeld für die ersten beiden Kinder von 4.608 auf 4.716 Euro pro Kind erhöht. Der Einkommensteuertarif wurde der Inflation angepasst.

Auch bei den Sozialabgaben hat die Regierung etwas bewirkt: Die Beitragsbemessungsgrenzen für Kranken-, Pflege-, Renten-, und Arbeitslosenversicherung wurden angepasst. In Ostdeutschland stieg die Bemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung dabei weitaus mehr als in Westdeutschland. Außerdem stieg der Pflege-Beitragssatz.

Wie hoch fallen die Änderungen aus?

Ein Single mit 30.000 Euro Jahreseinkommen hat durch die gesetzlichen Änderungen laut dem Institut der deutschen Wirtschaft eine jährliche Entlastung von 55 Euro. Bei einem Einkommen von 45.000 Euro beträgt die Ersparnis sogar 87 Euro. Allerdings ändert sich die Situation oberhalb der Grenze von 80.000 Euro Bruttoverdienst: Hier werden die jährlichen Zahlungen um 84 Euro erhöht.

Besonders freuen dürfen sich Familien: Eine Familie mit einem Einkommen von 45.000 Euro erhält 131 Euro zusätzlich.

Quellen: rp-online, Focus Online

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