Studie: Hohe regionale Unterschiede bei Hausbau-Nebenkosten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.05.2018

Wer ein Haus baut oder eine Immobilie kauft, zahlt nicht nur den eigentlichen Kauf- oder Baupreis. Auch die sogenannten Erwerbsnebenkosten sind ein gewichtiger Faktor, der zusätzlich mit rund zehn bis 15 Prozent zu Buche stehen kann. Wie ein deutschlandweiter Vergleich des Maklerunternehmens Homeday zeigt, gibt es jedoch bei Grunderwerbssteuer, Maklerprovision sowie Notar- und Gerichtskosten erhebliche regionale Unterschiede.

Spitzenreiter bei den Bau- und Kaufnebenkosten ist laut Homeday Brandenburg mit 15,64 Prozent der Kaufsumme. „Für Immobilienkäufer in Berlin und Brandenburg kommen über die hohen Grunderwerbssteuern und die teuren Maklerprovisionen zwei ungünstige Faktoren zusammen”, erklärt Steffen Wicker, Gründer und Geschäftsführer von Homeday. Deutlich besser sieht es demnach in Bayern und Sachsen aus, wo die Nebenkosten weniger als zehn Prozent betragen.

Große Unterschiede bei der Grunderwerbssteuer

Kostet eine Immobilie in Bayern oder Sachen rund 300.000 Euro, zahlen Immobilienkäufer im Schnitt Nebenkosten von 27.210 Euro. Für die gleiche Immobilie fallen in Brandenburg hingegen ganze 46.920 Euro Erwerbs- beziehungsweise Baunebenkosten an – ein Unterschied von mehr als 70 Prozent. Schuld hieran seien laut Homeyday vor allem Differenzen bei der Grunderwerbsteuer, denn die ist Ländersache: „Mit jährlichen Einnahmen von derzeit mehr als 13 Milliarden Euro gehört die Grunderwerbssteuer zu den wichtigsten Finanzierungsquellen der Bundesländer“, so Wicker. „Allein in den vergangenen vier Jahren haben neun Landesregierungen an der Preisschraube gedreht, um zusätzliche Einnahmen in die Kassen zu spülen.“

Allerdings spiele auch die Maklerprovision eine nicht unerhebliche Rolle. Diese ist grundsätzlich frei verhandelbar, wobei die Bundesländer Richtwerte vorgeben. Spitzenreiter sind hier wieder Berlin und Brandenburg mit 7,14 Prozent. Zusätzlich wird in diesen Ländern die komplette Gebühr auf den Käufer umgelegt, auch wenn der Verkäufer den Makler beauftragt hat. In vielen anderen Bundesländern werden die Kosten hingegen zu gleichen Teilen zwischen den beiden Parteien aufgeteilt.

Kosten für Notar und Grundbucheintrag einheitlich

Bundesweit einheitlich sind hingegen die Gebühren für den Notar und den Grundbucheintrag. Über das Gerichts- und Notarkostengesetz ist geregelt, dass die Gebührensätze insgesamt bei etwa 1,5 bis zwei Prozent der Kaufsumme liegen.

Quelle: Bild.de

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