Studie: Kaufkraft in Deutschland steigt 2017 an

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.12.2016

Eine aktuelle Studie zur Kaufkraft in Deutschland prognostiziert für 2017 einen leichten Anstieg. Die Bundesbürger werden also mehr Geld zur Verfügung haben. Allerdings ist der Wohlstand sehr unterschiedlich verteilt und die Kaufkraft ist in den süddeutschen Städten und Landkreisen meist höher.

Im kommenden Jahr wird die Kaufkraft in der Bundesrepublik im Vergleich zu 2016 um voraussichtlich  2,9 Prozent ansteigen. Das prognostiziert die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in ihrer aktuellen Kaufkraftstudie. Insgesamt werden die Bundesbürger 2017 rund 1.827,5 Milliarden Euro für Konsum, Wohnen, Freizeit und weitere Ausgaben zur Verfügung haben.

Pro-Kopf-Kaufkraft steigt etwas weniger

Im Durchschnitt wird nach den Berechnungen der GfK 2017 jeder Bundesbürger über 22.239 Euro verfügen – dieser Wert ist allerdings nur um 1,7 Prozent höher als in diesem Jahr. Das ist dadurch zu erklären, dass die Einwohnerzahl Deutschlands gestiegen ist. Der Anstieg der Gesamtkaufkraft fällt dadurch bei den einzelnen Personen also etwas geringer aus.

Ob die Kaufkraft 2017 auch real höher sein wird, hängt davon ab, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln werden. In die Zahl fließt das Nettoeinkommen der Bevölkerung ein, außerdem staatliche Leistungen, also Renten sowie Arbeitslosen- und Kindergeld. Für den etwas höheren Wohlstand im kommenden Jahr ist vor allem die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich, durch die viele Deutsche mehr Geld auf ihrem Girokonto haben werden.

Größerer Wohlstand im Süden der Republik

Die Kaufkraftstudie zeigt aber auch, dass der Wohlstand in Deutschland regional sehr unterschiedlich verteilt ist. Die zehn Stadt- und Landkreise mit der höchsten Kaufkraft sind im Vergleich zu 2016 nahezu gleich geblieben: Starnberg steht immer noch an der Spitze, dort liegt die Kaufkraft pro Einwohner bei 32.194 Euro und damit 45 Prozent höher als der Bundesdurchschnitt. Auch der Hochtaunuskreis, der Landkreis München, die Stadt München und der Main-Taunus-Kreis landen auf den vorderen Plätzen. Das Schlusslicht bildet dagegen der Landkreis Görlitz mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 17.496 Euro pro Einwohner.

In den 25 einwohnerstärksten Kreisen konzentriert sich bereits ein Viertel der gesamten Kaufkraft – obwohl es insgesamt 402 Kreise gibt. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln kürzlich ermittelt hat, ist bei der Beurteilung der tatsächlichen finanziellen Verhältnisse der Einwohner aber auch das regionale Preisniveau zentral [Link auf News „Armutsrisiko: Auch die Kaufkraft entscheidet“, wenn online]. Denn dieses entscheidet darüber, was sich die Verbraucher tatsächlich leisten können.

Quelle: GfK

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