Studie: Kreditkarte als Zahlungsmittel beliebter

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.05.2016

Seit Langem gilt Bargeld bei den Verbrauchern in Deutschland als beliebtestes Zahlungsmittel. In den vergangenen Jahren jedoch ermöglichten Entwicklungen wie die Aufhebung fester Gebührenentgelte die Ausweitung der Nutzung elektronischer Zahlungsmittel. Durch eine aktuelle Studie wird nun deutlich: Diese Veränderungen haben bereits Auswirkungen.

Im Bereich der Zahlungsmittel im Einzelhandel ließ sich im vergangenen Jahr eine deutliche Veränderung  beobachten. So lautet das zentrale Ergebnis der Studie „Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2016“ des Forschungs- und Bildungsinstituts für den Handel „EHI“.

Kreditkarten beliebter, Girocard-Nutzung erstmals rückläufig

So ist beispielsweise der Umsatz mit Kreditkarten im vergangenen Jahr branchenweit signifikant angestiegen, nämlich auf 22,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von 5,7 Prozent am Gesamtumsatz. Der Wert hatte 2014 noch 5,3 Prozent betragen. Die steigende Beliebtheit der Kreditkarte als Zahlungsmittel lässt sich auf die EU-weite Deckelung der InterChange-Gebühren auf Kreditkarten auf 0,3 Prozent zurückführen. Die Folge war eine stärker verbreitete Akzeptanz von Kreditkarten an den Kassen des Einzelhandels.

Während auch das EC-Lastschriftverfahren seinen Anteil am Gesamtumsatz um 0,8 Prozent auf 14,2 Prozent erhöhen konnte, ist der Gesamtumsatzanteil des girocard-/electronic-cash-Systems zurückgegangen. Zwar lag der Anteil im vergangenen Jahr noch bei 23,2 Prozent, war jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent gesunken. Eine bemerkenswerte Entwicklung, denn zum ersten Mal seit Einführung des Systems 1990/91 war der Anteil am Gesamtumsatz rückläufig.

Bargeld bleibt vorerst beliebtestes Zahlungsmittel

Die Verbraucher setzen jedoch weiterhin vor allem auf Bargeld als Zahlungsmittel: Entsprechend erreichte der Kartenumsatz im Einzelhandel laut Studie einen Anteil von 44,5 Prozent, der Bargeldumsatz dagegen 52,4 Prozent. Somit bleibt das Bargeld zunächst das beliebteste Zahlungsmittel der Verbraucher in Deutschland.

Der Anteil am Gesamtumsatz scheint jedoch rückläufig, im Vergleich zum Jahr 2014 sank er um 0,9 Prozentpunkte. EHI-Zahlungsexperte Horst Rüter sieht in den Veränderungen vor allem eine positive Entwicklung für die Verbraucher: „Aufgrund der günstigeren Konditionen kann der Handel seinen Kunden nun ein breiteres Angebot an Zahlungsarten bieten“, so Rüter.

Quelle: EHI

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