Studie: Milliardäre sind meistens Selfmade-Männer

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.06.2015

Wie wird man Milliardär? Nicht allein durch Erbschaften, das legt ein aktueller Report zum weltweiten Milliardärsaufkommen nahe. In Zeiten digitaler Umwälzung und Hochfrequenz-Trading schaffen es offenbar immer mehr Unternehmer auf eigene Faust, Vermögen im zehnstelligen Bereich anzuhäufen.

Etwa 1.300 Milliardäre gibt es auf der Welt – und etwa zwei Drittel von ihnen haben ihr Vermögen nicht geerbt. Vor 20 Jahren war es noch nahezu umgekehrt: 1995 waren knapp 60 Prozent der Milliardäre reiche Erben. Diese und weitere Fakten sind im diesjährigen „Billionaire Report“ der Schweizer Großbank UBS und der britischen Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) nachzulesen.

Top 3-Milliardäre sind Selfmade-Männer

Der reichste Mann der Welt ist nach wie vor Microsoft-Gründer Bill Gates, Platz zwei belegt der Telekommunikations-Unternehmer Carlos Slim aus Mexiko, auf dem dritten Rang folgt der bekannte US-Investor Warren Buffet. Neben ihrem beachtlichen Vermögen vereint die Männer noch ein anderer Fakt: Alle drei haben ihren milliardenschweren Status selbst erlangt, wie die „Welt“ berichtet. Als mögliche Gründe für die Verschiebung innerhalb des globalen Milliardärsgefüges führen die Urheber der Studie den aktuellen Wandel der Wirtschaft an. Josef Stadler, Leiter Vermögensverwaltung bei UBS, sagt: „Wir leben in einer Welt, die viele Chancen bietet und in der große Vermögen verdient werden, ähnlich wie in der Gründerzeit des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.“

Selfmade-Männer wie zu Zeiten der industriellen Revolution

Stadler zieht damit Parallelen zwischen der industriellen Revolution, die ebenfalls von einigen wenigen, aber sehr erfolgreichen Unternehmern geprägt war, und der aktuellen, digitalen Revolution. Tatsächlich gesellen sich immer mehr junge Internetunternehmer zu Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in den Milliardärs-Olymp. Snapchat-Mitbegründer Evan Spiegel ist bereits im Alter von 24 Jahren Millionär, ebenso wie die Uber-Erfinder Garret Camp und Travis Kalanick. Auch einige Hedgefonds-Manager haben es mittlerweile zum Milliardär geschafft. Trostpflaster für alle jungen Anleger, deren Depot noch keinen zehnstelligen Wert erreicht hat: Nur etwa jeder fünfte Milliardär hat diesen Status vor dem 30. Lebensjahr erreicht.

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