Studie: Wann sind Arbeitnehmer zufrieden?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.04.2016

Um Erkenntnisse über die Zufriedenheit von Arbeitnehmern zu gewinnen, untersuchte die Online-Jobsuchmaschine „Indeed“ für ihren „Indeed Job Happiness Index 2016“ rund 25.000 Unternehmensbewertungen auf der eigenen Seite. Bei den Beurteilungen in den Bereichen Jobsicherheit, Führung, Entwicklungsmöglichkeiten, Unternehmenskultur, Gehalt und Work-Life-Balance zeigten sich deutliche Differenzen.

Wie zufrieden Arbeitnehmer in Deutschland grundsätzlich mit ihrer Situation sind, variiert nicht nur von Position zu Position – auch regional zeigen sich Unterschiede, wie eine aktuelle Studie der Online-Jobsuchmaschine „Indeed“ deutlich macht.

Arbeitnehmer in München zufriedener als in Leipzig

Leipziger Arbeitnehmer sind im deutschlandweiten Vergleich besonders unzufrieden, so ein zentrales Ergebnis der Indeed-Studie. Leipzig erreichte einen Wert von 3,599, wobei 1 „nicht zufrieden“ und 5 „sehr zufrieden“ bedeutet. Die deutsche Metropole mit der höchsten Arbeitszufriedenheit ist der Untersuchung zufolge München mit einem Wert von 3,782. Der deutsche Durchschnitt beträgt 3,687. Ebenfalls über diesem Wert liegen die Städte Frankfurt Main, Stuttgart und Köln. Sowohl Berlin als auch Hamburg und Düsseldorf liegen dagegen unter dem Bundesdurchschnitt.

Im internationalen Vergleich findet sich Deutschland laut „Indeed“ auf dem zweiten Platz der größten Unzufriedenheit und wird hier lediglich von Japan übertroffen. Auf den ersten Plätzen der zufriedensten Länder finden sich dagegen Kolumbien, gefolgt von Mexiko, Russland, Irland und Brasilien.

Beruf und Position können Arbeitszufriedenheit beeinflussen

Auch bezüglich der verschiedenen Berufe sowie Positionen zeigten sich in Deutschland laut der Indeed-Untersuchung Unterschiede. So wiesen Arbeitnehmer in sehr hohen und sehr niedrigen Hierarchieebenen eine besonders hohe Arbeitszufriedenheit auf – Beispiele sind hier einerseits Geschäftsführer, andererseits studentische Hilfskräfte. Arbeitnehmer in mittleren Führungspositionen zeigten sich dagegen besonders häufig unzufrieden. Motivationstrainer Christian Weilmeier begründet diesen Umstand gegenüber der „Welt“ mit dem Druck, den diese Mitarbeiter erfahren, und ihrem gleichzeitig sehr geringen Gestaltungsspielraum. Elektriker, Tischler, Maurer sowie Krankenschwestern und Lehrer gehören in Deutschland laut „Indeed“ zu den Berufen mit den zufriedensten Mitarbeitern.

Laut der Erhebung beeinflussen Faktoren wie ein hohes Gehalt auf dem Girokonto, Entwicklungsmöglichkeiten oder Jobsicherheit die Arbeitszufriedenheit weniger stark. Viel mehr spielten demnach für viele Arbeitnehmer die Unternehmenskultur, der Führungsstil und vor allem die Work-Life-Balance eine entscheidende Rolle.

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