Studienkredite: Darauf ist zu achten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 10.12.2018

Während Auszubildende gleich nach dem Schulabschluss ihr erstes Gehalt beziehen, müssen Studierende tief in die Tasche greifen. Selbst an Universitäten ohne Studiengebühren sind die Kosten für Lernmaterialien, Wohnung und Lebenshaltung nicht zu verachten. Daher greifen immer mehr Studierende zu einem Studienkredit.

Wie bei allen Kreditarten sollte bei Studienkrediten am Anfang ein Vergleich der Angebote stehen. Wichtige Eckpunkte: Ein Blick auf die Auszahlungsbedingungen, die Art und Höhe der Rückzahlung sowie die Zinsen. Experten raten allerdings dazu, erst alle Alternativen auszuschöpfen, bevor ein Studienkredit in Anspruch genommen wird.

Studienkredite ausreichend beleuchten

Laut einer Studie des Gütersloher Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) nutzen aktuell rund 100.000 Studierende deutschlandweit einen Kredit oder einen Bildungsfonds. Überwiegende Geldgeber der im Jahr 2017 abgeschlossenen Verträge sind die KfW sowie das Bundesverwaltungsamt. Doch die spontane Finanzspritze kann ihre Tücken haben: Damit der Berufseinstieg nicht mit einer Ansammlung von Schulden beginnt, ist die Wahl eines geeigneten Darlehens essentiell.

Zunächst sollte der Finanzierungsbedarf des Studienkredits genau kalkuliert werden. Laufzeit und Höhe des Kredits bestimmen die Zinshöhe und somit die anfallenden Gebühren für den Studenten. Die Auszahlungsbedingungen des Kredits sollten ebenso unter die Lupe genommen werden wie die Eckdaten rund um die Rückzahlung. Normalerweise wird den Studierenden nach Studienabschluss eine kurze Zahlungspause gewährt, bevor die Rückzahlung beginnt. Verträge mit diesem Aspekt sind zu bevorzugen, damit die Jobsuche nach dem Studium in Ruhe erfolgen kann. Auch sollten die Vertragsbedingungen des Kredits eine Klausel enthalten, die im Fall eines Studienabbruchs greift. Eine Vorabberatung, beispielsweise beim Studierendenwerk, kann helfen, den geeigneten Kredit zu finden.

Alternativen zum Studienkredit

Experten raten allerdings dazu, den Studienkredit nicht als alleinige Finanzierungsart des Studiums zu wählen. In der Regel gibt es immer Alternativen oder zumindest Ergänzungen: Das eigene Ersparte, eine finanzielle Unterstützung durch die Eltern, der Bezug von BAföG und ein Nebenjob sind die klassischen Wege, die anfallenden Kosten zu stemmen. Bei Studierenden mit besonderer Begabung kommen außerdem Stipendien in Frage. Und auch die speziellen Darlehenskassen der Studentenwerke sind ein Ausweg aus dem finanziellen Engpass. Diese Form der Darlehen ist zinslos, Gebühren fallen lediglich in Form einer Verwaltungspauschale an.

Quelle: t-online.de

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