TAN-Liste adé: Bankkunden müssen bis September Alternative finden

Zuletzt aktualisiert am 06.05.2019

Aufgrund mangelnder Sicherheit wird die TAN-Liste ab September 2019 der Vergangenheit angehören. Bisher konnten Bankkunden dieser Liste für eine Überweisung eine bestimmte Nummer entnehmen und so die Transaktion bestätigen. Künftig ist das nicht mehr möglich.

Betrügern soll ihr Vorgehen durch dynamisch erzeugte TANs, die nur für bestimmte Überweisungen und in einem begrenzten Zeitraum gelten, erschwert werden. Je nach Bank kann der Kunde zwischen unterschiedlichen Alternativen wählen.

Codes per Smartphone: mobileTAN und Push-TAN

Gängige Alternativen zur TAN-Liste sind die mobileTAN und die Push-TAN. Bei der mobileTAN erhalten Bankkunden die benötigte Transaktionsnummer als SMS auf ihr Handy. Allerdings erheben einige Banken dafür eine Gebühr von meist einigen Cent pro Nachricht. Auch sollte aus Sicherheitsgründen nicht dasselbe Gerät für die Onlineüberweisung und den TAN-Erhalt genutzt werden. Die mobileTAN, die auch „SMS-TAN“ genannt wird, ist bei praktisch allen Banken möglich.

Die Push-TAN läuft ebenfalls über das Smartphone. Hier ist neben der Online Banking App der eigenen Bank eine weitere App vonnöten, welche die TAN dynamisch generiert. Durch unterschiedliche Passwörter der beiden Programme soll der Zugriff von Hackern erschwert werden. Unter anderem können Kunden der Netbank, Postbank, Sparda Bank, Sparkasse und Volksbank von diesem Service profitieren.

Weitere Optionen: photoTAN und Chip-TAN

Bei der photoTAN kommt hingegen ein farbiger QR-Code zum Einsatz. Dieser wird entweder über die Smartphone-Kamera per App oder über ein kostenpflichtiges Lesegerät gescannt. Anschließend erzeugt er die benötigte TAN. Nachteil für den Nutzer: Überweisungen unterwegs funktionieren auf diese Weise nur, wenn ein zweites Handy für den Scanvorgang genutzt oder das Lesegerät mitgenommen wird. Auch bietet nicht jede Bank die photoTAN an. Die 1822 Direkt, die Comdirect, die Commerzbank, die Deutsche Bank und die PSD Banken gehören aber dazu.

Abgerundet wird die Auswahl für bisherige TAN-Listen-Nutzer durch die Chip-TAN. Ein spezieller TAN-Generator sorgt hier bei einer Überweisung vom Girokonto für einen neuen Code. Dabei ist der Generator aber nicht mit dem Internet verbunden, sondern wird über die EC-Karte des Bankkunden aktiviert – das kann Missbrauch durch Hacker verhindern. Allerdings erheben Banken eine Gebühr von meist rund zehn Euro für das Gerät. Angeboten wird die Chip-TAN beispielsweise von der Consorsbank, ING, der Postbank und den Sparkassen.

 Quelle: focus.de

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