Tesla: Vorwürfe über schreckliche Arbeitsbedingungen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.05.2017

Es ist ein Unternehmen, das für seine Fortschrittlichkeit bekannt ist, geführt von einem Mann, der als Visionär gilt: der Elektroauto-Hersteller Tesla samt Chef Elon Musk. Doch nun werden schwere Vorwürfe gegen den Pionier laut, der seinen Beschäftigten ein immenses Tempo diktieren sollen. In dem Unternehmen, so die Vorwürfe, seien psychischer und physischer Druck in ausufernden Arbeitszeiten an der Tagesordnung.

Die glänzende Fassade des Pionier-Betriebs bekommt Risse: Beim Elektroautohersteller Tesla sollen üble Arbeitsbedingungen herrschen. Der für seine visionäreren Ideen gerühmte Chef Elon Musk muss sich dem Vorwurf stellen, seinen Mitarbeitern ein nicht einzuhaltendes Tempo vorzugeben. Diese müssen in den langen Arbeitszeiten angeblich viel physischen und psychischen Druck hinnehmen.

Mitarbeiter erheben schwer Vorwürfe

Tesla und Musk machten bislang in erster Linie mit fortschrittlichen Projekten von sich reden, konnten mit dem Aktienkurs zuletzt sogar den Autoriesen General Motors alt aussehen lassen. Doch die „Fabrik der Zukunft“ im kalifornischen Fremont hat ehrgeizige Ziele und macht bislang noch hohe Verluste. Kürzlich wurde der baldige Produktionsbeginn des massenmarkttauglichen „Modell 3“ bekannt gegeben und das Unternehmen plant insgesamt die Herstellung von einer halben Millionen Autos im Jahr 2018. Diese Pläne scheinen jedoch auf Kosten der Mitarbeiter zu gehen, die schwere Vorwürfe erheben.

Sie beklagen sich über schier endlose Arbeitszeiten, starke körperliche Belastung und massiven psychischen Druck. Für mehr als 1.090 Fälle sollen 2014 angeblich Notärzte gerufen worden sein. Unter Berufung auf ein internes Papier berichtet der britische Guardian von Ohnmachtsanfällen, Brustschmerzen, Atemnot und Schwindel. Grund dafür sei die Überlastung, die aus dem enormen Druck seitens der Geschäftsleitung resultiere. Einige Mitarbeiter erzählen von Verletzungen, die ignoriert werden mussten, sowie von Zwölf-Stunden-Schichten härtester körperlicher Arbeit.

Zum Teil Kenntnis über die Umstände

Laut des Guardians soll die Führung des Unternehmens von den Bedingungen gewusst haben, bei denen es sich jedoch um Einzelfälle handeln soll. Die Arbeitssicherheit werde kontinuierlich verbessert und es gebe Initiativen zum Abbau von Überstunden, die bereits jetzt um die Hälfte reduziert worden seien.

Der Tesla-Gründer Elon Musk gab zu, dass die Arbeiter "eine harte Zeit" gehabt hätten, die "mit langen Arbeitszeiten und anstrengender Arbeit" einherging. Auch er sieht spürbare Fortschritte in Sachen Arbeitsorganisation und Sicherheit. Gleichzeit gibt er zu bedenken, dass Tesla trotz allem noch verlustreich arbeite und der Druck nicht aus kapitalistischen Beweggründen, sondern dem Kampf ums Überleben Teslas resultiere.

Weitere Meldungen im Überblick

  • Inkassokosten senken: Verbraucherschützer wollen die ausufernden Inkassokosten senken. Wiederholte Beschwerden deuten auf massive Kostentreiberei.
  • Deutsche Bank: Die Deutsche Bank hat ihren Aktionären mit Strafzahlungen, Strategiewechseln und Kursstürzen viel zugemutet. Auf der HV wurde jetzt die große Wende hin zu einer digitalen, erfolgreichen und positiven Zukunft versprochen.

Quellen: Spiegel, Golem

Einmal monatlich Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und gratis PDF erhalten!

Durch die Nutzung von FinanceScout24 stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.