Trumps Politik stürzt Börsen in Krise

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.05.2017

Kein halbes Jahr bewohnt der umstrittene Präsident Donald Trump das Weiße Haus und bereits jetzt scheint ein Politchaos ohnegleichen entsponnen. Dieses setzte nun der Rekordjagd an der Wall Street am Mittwoch ein jähes Ende und brachte US-Dollar und Kurse zum Fall. Der Dow Jones sackte um 1,8 Prozent ein und damit so stark wie seit September letzten Jahres nicht mehr. Auch in Asien und Deutschland belasten Trumps innenpolitische Krisen die Börsen.

Für die wichtigsten US-Börsen-Indizes ging es in der Wochenmitte steil bergab. Die Rekordjagd der Wall Street fand ein Ende und US-Dollar sowie Kurse fielen. Der Dow Jones lieferte als wichtigster Aktienindex mit einem Fall um 1,8 Prozent Grund zur Beunruhigung. Ausgelöst wurde die Krise, die auch an den Börsen Asiens und Deutschlands zu spüren war, durch das innenpolitische Chaos um den umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump.

Chaos an den Börsen

Immer wieder branden Polit-Affären im Weißen Haus auf und setzen die US-Börsen unter Druck. Die einstige Euphorie der Anleger über Trumps Pläne zur Ankurbelung der Konjunktur ist angesichts jüngster Skandale wachsendem Misstrauen gewichen. Einer baldigen Umsetzung der Steuersenkungs- und Investitionspläne wird eher zweifelnd entgegengesehen und so fiel der Dollar auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten. Ein Insider behauptet, Trump hätte den unlängst entlassenen FBI-Chef James Comey zur Niederlegung der Untersuchung des ehemaligen Sicherheitsberaters Michaels Flynn und dessen Verbindungen zu Russland gedrängt.

Der Dow Jones erreichte zum Handelsschluss am Montag einen um 1,8 Prozent gefallenen Tiefststand von 20.606 Punkten. Dabei handelt es sich um den größten prozentualen Tagesverlust seit September. Auch in Asien zeigten sich Auswirkungen und so sank der Nikkei-Index in Tokio, trotz starker Wirtschaft im ersten Quartal, um 1,4 Prozent auf 19.530 Punkte. Auch der deutsche Leitindex blieb nicht verschont und lag zu Handelsbeginn knapp im Minus.

Aussichten für Anleger

Experten warnten schon einige Wochen vor den Risiken einer platzenden Trump-Blase. Verantwortlich für die Börsen-Rekordjagd war die unter Trumps Versprechungen erwartete, anziehende Wirtschaft. Die Russland-Untersuchung setzt den Präsidenten jetzt unter Druck und auf Anlegerseite wird an der Realisierbarkeit der Trump’schen Vorhaben gezweifelt. Die fallenden Kurse am Mittwochabend verdeutlichten, dass eine Zuspitzung durchaus negative Folgen für die US-amerikanischen Börsen haben könnte.

Sollte tatsächlich ein Amtsenthebungsverfahren angestrebt werden, sehen US-Investoren auch die Gefahren eines Börsen-Crashs. Experten gehen von einer positiveren Entwicklung in Europa aus. Die deutsche Volkswirtschaft wuchs dreimal, die europäische doppelt so stark wie die amerikanische. Und während die Unternehmensgewinne in Europa die Aktienwerte rechtfertigen, haben US-Aktienmärkte nicht proportional zu den Unternehmensgewinnen agiert. Die verstärkt erwarteten Käufe europäischer Aktien durch US-Investoren dürften auch den Euro in die Höhe schnellen lassen.

Weitere News im Überblick

  • 77-Millionen-Misere: Börsenchef Carsten Kengeter gab auf der Hauptversammlung den Schaden der gescheiterten Fusion mit der Londoner Börse bekannt. Diese kostete die Anteilseigner der Deutschen Börse 76,5 Millionen Euro.
  • Goodbye Diesel: Autohersteller Volvo beendet die Entwicklung weiterer Dieselmotoren und setzte auf Elektro, Hybrid und Benzin. Bestehende Diesel sollen dennoch an die neuen Abgasnormen abgepasst werden.
  • Facebook-Strafe: Die Europäische Kommission hat den Web-Riesen Facebook wegen irreführenden Angaben bei der Whats-App-Übernahme mit einer 110 Millionen Euro schweren Strafe belegt.

Quellen: Spiegel, Handelsblatt

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