Uber stoppt nach Unfall kurzzeitig Tests mit selbstfahrenden Autos

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.03.2017

Ein selbstfahrendes Auto ist in den USA erneut in einen Unfall verwickelt worden. Betroffen war der Fahrdienstanbieter Uber, der in letzter Zeit bereits häufiger mit Kontroversen zu kämpfen hatte. Als Konsequenz entschied sich das Unternehmen, alle Fahrzeuge dieses Typs aus dem Verkehr zu ziehen und auch die weiteren Tests vorerst zu stoppen. Inzwischen sind die selbstfahrenden Fahrzeuge jedoch wieder unterwegs.

Es wird nicht ruhig um die Unternehmen der selbstfahrenden Autos, die schon häufiger mit Disputen zu kämpfen hatten. Nun sorgte ein solches Fahrzeug von Uber mit einem Unfall erneut für Aufsehen. Die Schuld scheint zwar beim Unfallgegner zu liegen, doch zieht der Fahrdienstanbieter jetzt Konsequenzen. Vorsichtshalber hat Uber alle selbstfahrenden Wagen aus dem Verkehr gezogen und auch die Tests wurden vorerst gestoppt. Jetzt sind die Fahrzeuge jedoch im Bundesstaat Arizona und der Stadt Pittsburgh wieder im Einsatz.

Nicht der erste Vorfall - nicht das einzige Problem

Auf der Seite liegend zeigt das Uber-Car nach dem Autounfall in Arizona deutlich, wie heftig der Aufprall gewesen sein muss. Zwar war kein Passagier an Board, doch führt der Fahrdienstanbieter zu Testzwecken zum Teil auch Personen in seinem guten Dutzend Roboter-Wagen mit. Während der Unfallgegner schuld zu sein scheint, indem er dem Auto die Vorfahrt nahm, reiht sich der Vorfall zwischen vielen Kontroversen ein. So fuhren die Wagen überhaupt in Arizona, weil sie in ihrer kalifornischen Heimat rausflogen. 

Für das Fahren von Roboter-Wagen ist eine Lizenz nötig, die Uber sich lange zu beantragen weigerte und wie sie auch andere Firmen wie Google-Schwester Waymo nutzen. Inzwischen hat sich der der Fahrzeugvermittler jedoch zum Beantragen durchgerungen. Hinzu kommt, dass einer der Uber-Wagen in seiner Heimat San Francisco eine rote Ampel überquerte. Während Uber von „menschlichem Versagen“ sprach, zeigten interne Unterlagen später einen Fehler in der Software.

Ubers Unfall nur Teil der Kontroverse

Der Unfall von Uber war nicht der erste in der Geschichte der selbstfahrenden Autos. Auch Google und seine zur Roboter-Wagen-Entwicklung gebündelte Schwester Waymo hatten einen Zusammenstoß mit Blechschaden verursacht. In der Regel kommt es zu den Unfällen jedoch, weil Personen den umsichtig lenkenden Roboter-Wagen auffahren. Uber steht derweil auch ohne Zusammenstöße unter immensem Druck.   

Waymo klagt mit dem Vorwurf gegen den Fahrdienstanbieter, dieser hätte Technologie der Google-Cars gestohlen. Anthony Levandowski, der Chef von Ubers Roboter-Entwicklungsabteilung, war lange Zeit bei Google angestellt und soll dort große Mengen Daten entwendet haben - unter anderem die Technologie zur Abtastung der Umgebung. Uber wies die Vorwürfe als Mittel zum Konkurrenzkampf zurück.

Quellen: Handelsblatt, Zeit

Alle 2 Wochen Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und gratis PDF erhalten!