Über 10.000 Ladepunkte: Elektromobilität auf dem Vormarsch

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.09.2017

Angesichts der Dieselkrise und der bevorstehenden Bundestagswahl rückt das Thema Elektromobilität weiter in den Fokus.  Laut einer Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft geht es mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur voran. Binnen Jahresfrist ist die Zahl der Ladepunkte in Deutschland um rund 18 Prozent auf 10.700 gestiegen. Laut des BDEW-Geschäftsführers sind jetzt die Autobauer am Zug.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft zeigt mit einer aktuellen Erhebung positive Entwicklungen in puncto Elektromobilität auf. Für den Geschäftsführer des Verbandes ist es jetzt an den Autobauern, nachzuziehen. Insgesamt ist die Zahl der Ladepunkte binnen Jahresfrist um 18 Prozent auf 10.700 gestiegen. Der zunehmende Ausbau der Ladeinfrastruktur ist insbesondere angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl und des Dieselgates eine wichtige Entwicklung.

Die Ladeinfrastruktur kommt voran

Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge, der sich auf die BDWE-Erhebung beruft, ist die Zahl der Ladepunkte binnen Jahresfrist um 18 Prozent gestiegen. Dank der positiven Entwicklung können deutsche E-Mobilisten auf 10.700 Ladepunkte zurückgreifen. Nach der Rechnung, in der eine Ladesäule mit zwei Anschlüssen als zwei Ladepunkte gilt, gibt es in Deutschland derzeit 4.730 Ladesäulen. Laut der BDEW-Studie sind davon allerdings nur 530 schnelladefähig. Die Akzeptanz der Elektromobilität und alternativer Antriebe hängt Experten zufolge allerdings maßgeblich vom Angebot dieser Schnelllader ab. 

Im direkten internationalen Vergleich hinkt Deutschland jedoch noch hinterher. Im Nachbarland Frankreich fördert der Staat Kommunen und Gemeinden großzügig, die Ladestationen auch im ländlichen Raum und an Autobahnen errichten. Die BDEW-Studie erfasste bislang allerdings nur Ladepunkte von Energieunternehmen, Parkhäusern und von Parkplatzbetreibern, womit die Zahl der verfügbaren Stationen noch höher liegen dürfte.

Die Autobauer in der Pflicht

Dem BDWE-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapfer zufolge sei es jetzt an der Automobilindustrie, nachzuziehen: „Wenn der Trend so weitergeht, dürften fehlende Lademöglichkeiten künftig kein Hindernis mehr sein, um sich ein E-Auto anzuschaffen". Was seiner Meinung nach fehlen würde, wäre allerdings „eine attraktive Auswahl an Elektroautos zu erschwinglichen Preisen“. An das erklärte Ziel des Bundesverkehrsministeriums, eine „flächendeckenden Ladeinfrastruktur" mit bundesweit 15.000 Ladesäulen einzurichten, kommt Deutschland trotz Förderprogramm nur langsam heran. Abseits des „Bundesprogramms Ladeinfrastruktur“ werden für Autofahrer beispielsweise mit Befreiung von der Kfz-Steuer sowie gesonderten Kennzeichen und Parkplätzen Anreize geschaffen.

Quellen: n-tv, Wolfsburger-Allgemeine

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