Umfrage: BU-Rente im Durchschnitt zu niedrig

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.03.2015

Viele Deutsche halten eine BU-Rente für äußerst wichtig – dennoch besitzen laut einer aktuellen Umfrage nur gut 40 Prozent der Arbeitnehmer eine Versicherung gegen eintretende Berufsunfähigkeit. Unter diesen befinden sich viele, die daran zweifeln, ob der Schutz im Ernstfall auch tatsächlich ausreichen würde.

Rund 20 Prozent der Besitzer einer Berufsunfähigkeits-Police sind nicht sicher, ob die Höhe ihrer BU-Rente im Ernstfall auch ausreichen würde. So lautet ein Ergebnis der onlinerepräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Toluna, informiert der Auftraggeber, der Lebensversicherer Canada Life, in einer Pressemitteilung. Befragt wurden eintausend Personen zwischen 18 und 55 Jahren.

Welcher dieser Aussagen zur Berufsunfähigkeitsversicherung trifft am ehesten auf Sie zu?

BU-Rente nur knapp über Hartz-IV-Niveau

Die Befürchtungen der Befragten sind nicht ganz unberechtigt: Wie die Umfrage weiter ergeben hat, wird die Rentenhöhe oftmals zu gering gewählt und liegt damit nur knapp über dem Hartz-IV-Niveau. So betrug im Jahr 2013 die durchschnittliche Höhe der versicherten BU-Renten 771 Euro. „Wenn man einen Vertrag im Aktenordner hat, ist leider noch nicht alles gut“, erklärt Bernhard Rapp, stellvertretender Deutschlandchef der Canada Life. „Man muss wissen, ob die abgesicherte Rente für den derzeitigen Lebensstandard reicht.“ Aus diesem Grund sollten sich aktuelle und zukünftige Besitzer einer Berufsunfähigkeitsversicherung genau informieren, wie sie ihren Schutz „passgenau aufstocken“ beziehungsweise gestalten können.

Berufsunfähigkeitsversicherung als wichtiger Teil der privaten Vorsorge

60 Prozent der deutschen Arbeitnehmer besitzen keinen Berufsunfähigkeitsschutz – 30 Prozent der Umfrage-Teilnehmer halten eine Berufsunfähigkeitsversicherung dennoch für „eine wichtige Versicherung“. Auch Anbieter, Verbraucherschützer und Analysehäuser stufen die BU-Rente als wichtigen Teil der privaten Vorsorge ein, berichtet das Branchen-Magazin „Versicherungsbote“. Rapp merkt an: Es sei alarmierend, dass so viele Menschen „ohne Absicherung durchs Arbeitsleben gehen und damit ihre Existenz riskieren“.

Konstante BU-Prämien bevorzugt

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Entwicklung der gewählten Beitragshöhe: Zwar ist 80 Prozent der Befragten bewusst, dass eine monatliche Beitragssteigerung während der Laufzeit einer BU-Versicherung bei vielen Versicherern gängige Praxis ist, jedoch fühlen sich viele der Umfrage-Teilnehmer nicht wohl damit. „Gerade wenn Kunden ihren Beitrag so wählen, dass er knapp ins Budget passt, ist eine Erhöhung für viele eine sehr unangenehme Überraschung“, weiß auch Rapp. Ein Vergleich verschiedener Angebote für eine BU-Rente kann sich auf jeden Fall lohnen, um den richtigen Vertrag auszuwählen. So gibt es auch zahlreiche Policen, bei denen die BU-Prämie konstant bleibt und Versicherungsnehmer damit ausreichend Planungssicherheit für die Zukunft verschafft.

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