Umschuldung statt teurer Kredit: Die Finanzierungsalternative?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.08.2018

Wenn ein neuer Kredit den bisher laufenden tilgen soll, wird von der so genannten Umschuldung gesprochen. In vielen Fällen kann sie sich lohnen – insbesondere, wenn die Zinsen des neuen Kredits niedriger ausfallen. Gerade bei Langzeitverträgen sollten Kreditnehmer daher regelmäßig prüfen, ob die Auszahlung durch einen neuen Kredit nicht günstiger wäre als die Tilgung der Restschulden samt Zinsen.

Ob für den Hausbau, die Autofinanzierung oder Elektronikgeräte – allein im Jahr 2017 wurden über 56 Milliarden Kredite von deutschen Banken gewährt. Die meisten davon wurden unabhängig von einem speziellen Zweck in bar ausgezahlt. Die Rückzahlung bringt natürlich Zinsen mit sich. Wenn nur noch ein prozentual geringer Restbetrag des aktuellen Kredits aussteht, überlegen viele Kreditnehmer daher, diesen im Vorfeld auszulösen – zu Recht, wie aktuelle Untersuchungen zeigen. Denn manchmal ist es schlauer, auf einen neuen Kredit zu setzen, wenn dessen Zinsen geringer sind als jene des ausstehenden Restbetrags.

Restschuld und Vorfälligkeitsentschädigung beachten

In den meisten Fällen wird der neue Kredit von einer anderen Bank gewährt als der bisherige, manchmal ist aber auch der Kredit bei ein und demselben Finanzinstitut möglich. Die Voraussetzungen für eine Umschuldung: Die Restschuld muss genau bekannt sein und beziffert werden. Falls Ersparnisse vorhanden sind, kann sie im Vorfeld des neuen Kredits weiter gemindert werden. Kreditnehmer sollten aber auch an die gegebenenfalls anfallende Vorfälligkeitsentschädigung denken.

Diese berechnen Banken, wenn ein Kreditvertrag vor der vereinbarten Laufzeit durch Auszahlung gelöst wird und der Verlust durch die nun entfallenden Zinsen ausgeglichen werden muss. Doch selbst mit dieser Entschädigungszahlung kann die Umschuldung noch die bessere Alternative sein; hier lohnen sich wie in allen Kredit-Angelegenheiten Vorabvergleiche verschiedener Angebote sowie eine genaue Gegenüberstellung der Kosten.

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Umschuldung auch bei häufiger Kontoüberziehung sinnvoll

Eine Umschuldung lohnt sich aber nicht nur im akuten Fall, sondern auch für Personen, die regelmäßig ihr Konto überziehen. So zeigen sich Ratenkredite meist „zinsfreundlicher“ als der typische Dispositionskredit. Natürlich muss beachtet werden, dass gleich nach der Umschuldung kein weiterer Dispokredit in Anspruch genommen wird. Kreditnehmer sollten stets einen einzelnen Kredit laufen lassen, um unnötige Schulden durch parallele Kredite zu vermeiden und den Überblick zu behalten.

Quelle: finanzblatt.net

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