Umweltschutz: Plastiktüten werden kostenpflichtig

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.02.2016

Ab April werden Plastiktüten in vielen Geschäften kostenpflichtig. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, durch die in den kommenden Jahren der Verbrauch von Plastiktüten reduziert werden soll. Wie viel eine Plastiktüte kosten soll, können die teilnehmenden Einzelhändler dabei selbst festlegen.

Ab dem 1. April 2016 wird ein Großteil der Plastiktüten in Deutschland kostenpflichtig. Wie n-tv berichtet, nehmen viele Einzelhändler an einer Initiative teil, die durch die Erhebung eines Preises für Plastiktüten deren Verbrauch reduzieren soll. Der genaue Preis pro Tüte ist nicht einheitlich festgelegt.

Rund 60 Prozent der Plastiktüten werden kostenpflichtig

Einwegtüten aus Plastik sollen ab dem 1. April bei vielen Einzelhändlern kostenpflichtig werden. Nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) möchten sich so viele Unternehmen an der Initiative beteiligen, dass rund 60 Prozent der Plastiktüten im Handel betroffen sein werden. In zwei Jahren sollen es schon 80 Prozent sein. Den genauen Preis können die Händler jeweils selbst festlegen. Aus Gründen des Kartellrechts dürfen sie sich diesbezüglich nicht absprechen.

Die freiwillige Initiative, auf die sich Handelsverband und Bundesumweltministerium geeinigt haben, soll vermeiden, dass eine gesetzliche Regelung nötig wird, um die Tüten kostenpflichtig zu machen. Der Naturschutzbund Nabu spricht sich für einen Preis von mindestens 50 Cent pro Tüte aus. Seiner Ansicht nach sind Preise von 10 bis 20 Cent, die in vielen Supermärkten bereits verlangt werden, zu gering, um zu einer deutlichen Reduzierung des Verbrauchs zu führen.

EU-Richtlinie verpflichtet zur Reduzierung

Hintergrund der Initiative ist eine EU-Richtlinie, die alle Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 den Verbrauch von Plastiktüten auf 90 Stück pro Einwohner und Jahr zu reduzieren. Bis 2026 sollen es nur noch 40 Stück im Jahr sein. Deutschland erfüllt die Vorgabe für 2020 bereits jetzt und liegt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 71 Plastiktüten pro Einwohner weit unter dem EU-Durchschnitt von 198 Tüten. Trotzdem soll der Verbrauch auch in der Bundesrepublik weiter reduziert werden.

Die Kunden werden die geringen Beträge, die beim Einkauf zusätzlich anfallen, zwar nicht unmittelbar auf dem Girokonto bemerken – ein verstärktes Bewusstsein für den Umweltschutz soll mit der Initiative aber dennoch erreicht werden können.

Aktuelle Finanznews

Immer mehr Beschäftigte arbeiten in Teilzeit
Immer mehr Beschäftigte arbeiten in Teilzeit
In den letzten zwanzig Jahren ist die Zahl der Vollzeitbeschäftigten hierzulande von rund 25,9 Millionen auf 24 Millionen gesunken. Gleichzeitig steigt die Teilzeitquote deutlich an: 1996 waren rund 8,3...
Deutsche Bank überrascht mit positiver Quartalsbilanz
Deutsche Bank überrascht mit positiver Quartalsbilanz
Gute Nachrichten für Vorstandschef John Cryan: Die Deutsche Bank ist besser ins Jahr 2017 gestartet, als zunächst vermutet wurde. Vor Abzug der Steuern kam das Geldhaus auf ein Ergebnis von 878 Millionen...
IW Studie: Mieten steigen immer schneller an
IW Studie: Mieten steigen immer schneller an
Seit Einführung der Mietpreisbremse Mitte 2015 sind die Wohnungsmieten in den deutschen Großstädten in der Regel noch schneller gestiegen als zuvor. Wie wirkungslos die Mietpreisbremse ist, geht aus einer...

Alle 2 Wochen Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und Amazon-Gutschein gewinnen!