Uniper: Eon-Tochter muss an Jobs und Gehältern sparen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.03.2017

Das von Eon abgespaltene Kraftwerk Uniper muss auf Rationierungskurs gehen. Rund 400 Millionen Euro sollen eingespart werden, ein Großteil davon auf Kosten der Angestellten. Die Einschnitte sollen Gehaltskürzungen, den Einbehalt von Vergünstigungen, aber auch Stellenstreichungen umfassen. Gegen den „tarifpolitischen Kahlschlag“ der vom Konzern verlangten finanziellen Zugeständnisse gehen jetzt die Gewerkschaften in Stellung.

Der Energiekonzern Uniper will mit harten Einschnitten 400 Millionen Euro einsparen. Dafür setzt die Eon-Kraftwerksabspaltung auch stark an den Ausgaben für ihr Personal an. Gekürzte Gehälter und Vergünstigungen, aber auch Stellenstreichungen gehören zum Sparkurs des Stromanbieters. Die Gewerkschaften machen sich derweil bereit für Verhandlungen in den von Unternehmensseite geforderten massiven Zugeständnissen der Beschäftigten.

Massive Einsparungen bei Uniper

Die Energiewende bleibt nicht ohne Folgen für Eons Kraftwerksabspaltung Uniper. Derzeit beschäftigt der Konzern fast 13.000 Mitarbeiter und setzt jetzt vor allem bei ihnen mit den Einschnitten an. Gehälter sollen gekürzt, Zuschläge wie Weihnachtsgeld oder Sondertarife einbehalten und auch Stellen gestrichen werden. In den Verhandlungen mit den Gewerkschaften IG BCE und Verdi forderte der Konzern die Kürzung eines Viertels der Einkommensausgaben und Streichung von 500 Stellen. Vergünstigungen beim Strom für Mitarbeiter, Sonn-, Nacht- und Feiertagszuschläge sollen ebenso entfallen wie Erfolgsbeteiligungen. Zudem werden möglichst alle Beschäftigten um eine Gehaltsklasse heruntergestuft. Damit liege die Senkung zur Einsparung bei 25 bis 35 Prozent.

Energiekonzerne in der Krise

Die IG BCE kündigte an, keinen tarifpolitischen Kahlschlag zu akzeptieren. Seitens Unipers ist von einer partnerschaftlichen Lösung mit Gewerkschaften und Betriebsräten die Rede. Bis die Gespräche abgeschlossen seien, könne man sich nicht konkret zu den Maßnahmen äußern. Bereits 2016 hatte Uniper ihr Sparprogramm „Voyager“ bekannt gegeben, bei dem 400 Millionen Euro bis zum Ablauf von 2018 gespart werden sollten. Uniper veranschlagte den Großteil der Einsparungen in Sachkosten wie der EDV und dem Einkauf. 

Konzern-Chef Klaus Schäfer kündigte ein Wegfallen jedes vierten Führungspostens in der Verwaltung Unipers an. Eine Sprecherin erklärte die Reduktion der Personalkosten für unverzichtbar, um angesichts schlechter Marktbedingungen bestehen und wettbewerbsfähig bleiben zu können. Zuletzt hatten sowohl Eon mit 16 Milliarden Euro als auch RWE mit 5,7 Milliarden Euro die größten Verluste ihrer Geschäftsgeschichte verzeichnen müssen.

Quellen: Handelsblatt, Focus, RP-Online

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