Unternehmen verstärken Entwicklung fliegender Autos

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 09.02.2017

Ginge es nach der der Fantasie einiger Unternehmen, dann würden Autofahrer bald am Feierabendverkehr vorbeifliegen. Konzerne wie der US-Fahrdienstvermittler Uber oder Airbus treiben die Technologie für fliegende Autos voran. Beim derzeitigen Entwicklungstand autonomer Fahrkonzepte sehen sie in den nächsten Jahren auch Möglichkeiten für die Flugsparten ihrer Unternehmen. Erste Überlegungen zeigen ein Fahrzeug mit Elektroantrieb und Geschwindigkeiten von über 400 Stundenkilometern.

Klein, mit Elektroantrieb und mehr als 400 km/h schnell durch die Luft fliegend: So stellen sich Erfinder der Fahrzeugbranche die Zukunft vor. Unternehmen wie Airbus oder Uber treiben die Entwicklung in der Flugsparte voran. Neben autonomen Fahrsystemen soll diese in den nächsten Jahren den Verkehr mitbestimmen.

Der Verkehr der Zukunft

Senkrecht auf eine Höhe von fast einem Kilometer startend und mit lautlosem Elektroantrieb hat die Vision von Mark Moore zwar Räder, aber auch viel Ähnlichkeit zu einer Rakete. Der ehemalige NASA-Ingenieur wechselte nach 30 Jahren von der Raumfahrtbehörde zum Start-Up Uber. Die Firma aus San Francisco wurde durch eine App zum Bestellen von Privattaxis bekannt. Nun will sie die Entwicklung des „Puffins“ ihres Flug-Sparten-Chefs Moore vorantreiben. Dieser forscht bereits seit Jahren an der Machbarkeit solche Vehikel.

Uber hat sich durch autonome Lastwagen bereits mit der Herstellung zukunftsorientierter Fahrtechnik hervorgetan. Das junge Unternehmen musste auf diesem Markt bisher jedoch viele Verluste erdulden. Im Flug-Projekt soll der Fokus auf der Infrastruktur und dem Genehmigungsapparat liegen, der mit Flugfahrzeugen verbunden wäre. Bereits in zehn Jahren sieht das Unternehmen, dank der von ihnen mitentwickelten Technik, ein Netz aus Flugtaxis, das den Verkehr amerikanischer Städte entlastet. Zumindest der Markt ist bei durchschnittlich 3.000 Stau-Stunden pro Kopf vorhanden.

Flugautos als Wettbewerbsfaktor

Derzeit ist vor allem der Markt für autonome Fahrsysteme hart umkämpft. Autos, die von der Straße in den Himmel führen, könnten nun den nächsten Wettbewerbsfaktor markieren. Der Google-Gründer Larry Page hat laut der Businessweek bereits 100 Millionen in Start-Ups der Flugwagensparte investiert. Branchenriese Airbus strebt mit seinem „Vahana“-Projekt gen Himmel und auch in Deutschland gibt es erste Entwicklungen. So fliegt die Karlsruher Firma E-Volo bereits Testflüge mit ihren „Volocoptern“ und in China wartet die Taxi-Drohne von Ehang auf die Zulassung. Bisher noch experimentell angelegt, sehen viele Unternehmen Potenzial für die Personenbeförderung durch Luftautos. Ginge es nach ihnen, so würden Fahrer bald statt zum Autokredit zum Flugkredit greifen.

Quelle: SZ, Handelsblatt

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