Urlaubszeit ist Einbruchszeit: Wann die Versicherung zahlt

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.07.2018

Die Urlaubszeit bietet Einbrechern optimale Voraussetzungen. Häuser und Wohnungen sind im Sommer häufig unbewacht und noch immer nur selten ausreichend gesichert. Kommt es zu einem Einbruch, erleiden Betroffene meist nicht nur einen Schock, auch finanziell kann es zu Schäden kommen. Grundsätzlich zahlt die eigene Hausratversicherung jedoch bei Einbrüchen.

Einbrecher zielen oft auf Schmuck oder hochwertige Elektrogegenstände ab. Zudem zerstören sie meist Türen oder Fenster, wenn sie sich unerlaubt Zutritt zur Wohnung verschaffen. Das eigene Inventar ist in aller Regel über die eigene Hausratversicherung abgesichert. Sie ersetzt die entstandenen Schäden jedoch nur, wenn auch tatsächlich Einbruchsspuren zu erkennen sind.

Wie Versicherungsnehmer mit dem Schaden umgehen sollten

Sobald der Einbruch bemerkt wird, sollten Versicherungsnehmer umgehend die Polizei kontaktieren. Die Kommissare nehmen dann wichtige Spuren wie beispielsweise Beschädigungen an den Fenstern oder Fußabdrücke im Garten auf. Der polizeiliche Bericht ist anschließend bei der Versicherung einzureichen. Nur so kann bewiesen werden, dass es sich tatsächlich um ein unbefugtes Eindringen und damit einen Versicherungsfall handelt.
Darüber hinaus benötigt die Versicherung Informationen darüber, was überhaupt gestohlen und beschädigt wurde. Auch hiernach fragt die Polizei in der Regel direkt. Wer allerdings im Schock vergisst, Angaben zu machen kann diese selbstverständlich separat bei der Versicherung einreichen. Diese sogenannte Stehlgutliste sollte immer den Neuwert des Diebesgutes und eine detaillierte Beschreibung enthalten. Auch Belege für den Kauf der Gegenstände sollten bei der Versicherung eingereicht werden, sind aber ausdrücklich kein Muss.

Nicht immer zahlt die Police

Die Hausratsversicherung zahlt bei Einbruchsschäden immer nur dann, wenn am Tatort bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. So muss sich der Einbrecher mit einem Werkzeug Zugang zur Wohnung verschafft oder den Schlüssel vorher geraubt haben. Haben Hausbesitzer beispielsweise ein Fenster offen gelassen oder den Schlüssen schlichtweg verloren, bleiben sie auf dem Schaden sitzen.

Quellen: t-online.de, paz-online.de

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