Vandalismus bei G20-Gipfel: Was zahlt die Versicherung?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.07.2017

Während des G20-Gipfels in Hamburg wurden am vergangenen Wochenende Dutzende Autos demoliert und angezündet. Die Geschädigten hoffen nun auf rasche Hilfe. Jedoch werden viele der Besitzer auf den Kosten für die entstandenen Schäden sitzenbleiben. Denn die Versicherung zahlt bei Vandalismus nur in bestimmten Fällen.

Bei den Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg wurden am Wochenende mehrere Dutzend Autos in Brand gesetzt. Seit Sonntag laufen die Aufräumarbeiten in der Hansestadt und die Geschädigten stehen nun vor der Frage, wer für die entstandenen Schäden aufkommt. Viele Besitzer hoffen auf eine rasche Entschädigung durch die Versicherung, doch die zahlt bei Vandalismus nur in bestimmten Fällen.

Brennende Autos in Hamburg

Nachdem Randalierer während der Proteste zum G20-Gipfel dutzende Autos demolierten oder in Brand steckten, befindet sich die Hansestadt nach wie vor im Ausnahmezustand. Von den Tätern fehlt jede Spur, während die Autobesitzer auf eine zügige Entschädigung hoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte den Opfern Hilfe zu. Zunächst aber ist die Kfz-Versicherung der erste Ansprechpartner für die Fahrzeughalter. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) empfiehlt den Besitzern, den entstandenen Schaden zu fotografieren und diesen anschließend bei Polizei und Versicherer zur Anzeige zu bringen. Diese werden die Halter dann über das weitere Vorgehen informieren.

In diesen Fällen zahlt die Versicherung

Welche Schäden die Versicherung übernimmt, ist von der Art der Kfz-Versicherung sowie dem entstandenen Schaden abhängig. Bei einem abgebrannten Auto handelt es sich um einen Totalschaden, während bei durch Vandalismus entstandenen Schäden ein größerer Interpretationsspielraum besteht. Hat der Autobesitzer für sein Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, bekommt er von der Versicherung in der Regel kein Geld zurück und muss darauf hoffen, dass die Verantwortlichen gefasst werden. Besitzt der Fahrzeughalter hingegen eine Teilkaskoversicherung, kommt der Kfz-Versicherer üblicherweise auch für Schäden durch Feuer oder demolierte Autoscheiben auf. Bei der Vollkaskoversicherung gibt es sogar eine Entschädigung für Vandalismus. Doch selbst im besten Fall ersetzt die Versicherung lediglich den aktuellen Zeitwert des demolierten Autos. Und auch der Selbstbehalt, der meist zwischen 150 und 500 Euro liegt, muss von allen Opfern selbst entrichtet werden.

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Quellen: Welt, Handelsblatt

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