Vereidigung: Anleger blicken gespannt nach Amerika

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.01.2017

Am Freitag wird der designierte US-Präsident Donald Trump für sein Amt vereidigt. Ab diesem Zeitpunkt kann er seine angekündigten Amtshandlungen in die Tat umsetzen. Börsenexperten in Deutschland blicken deswegen gespannt auf die Entwicklung in Amerika, die in den kommenden Wochen stattfinden wird. Bis dahin steht der DAX erst einmal weitestgehend still. Zum Freitag startete der Aktienindex knapp 0,3 Prozent schwächer als am Vortag.

Die anstehende Vereidigung und die damit zusammenhängenden Veränderungen im amerikanischen Haushalt werden die Konjunktur und die Börse auch hierzulande verändern. Experten sind sich unsicher, wann und wie stark die Änderungen beginnen zu wirken. Neben dem DAX fielen auch der MDax und der TecDax um 0,2 und 0,1 Prozent. Eine spannende Phase steht damit Anlegern bevor, die diese Werte als Geldanlage führen. Die noch kaum wahrnehmbaren Änderungen lassen sich dadurch erklären, dass sich der DAX in einer Übergangsphase befindet. Am Anfang des Jahres gab es eine Rally, welche die direkten Auswirkungen der Vereidigung schon vorwegnahm. Alle Hoffnungen in positive Entwicklungen werden erstmal hintenangestellt und Investoren warten auf Fakten, die der Präsident in seiner Antrittsrede präsentiert.

Was von Trumps Präsidentschaft zu erwarten ist

Volkswirte erwarten, dass Trump direkt zu Beginn seine Position als starker Präsident unterstützen möchte und konkrete Konjunkturprogramme präsentiert. Ein Risiko ist allerdings, dass verbal angekündigte Änderungen auch nach der Vereidigung nicht sofort umgesetzt werden und die Märkte deshalb falsch reagieren. Die Umsetzung der Pläne wird wahrscheinlich einige Zeit dauern und nicht so extrem geschehen, wie von dem Republikaner angekündigt.

Protektionismus: Das größte Risiko für deutsche Firmen?

Anleger fürchten vor allem den propagierten Protektionismus Donald Trumps, der Handelsbarrieren verstärken wird. Der Präsident möchte dadurch erreichen, dass die Produktion im eigenen Land wieder hochgefahren wird und mehr Arbeitsplätze entstehen. Der weltweite Handel könnten durch hohe Zölle allerdings unter der Maßnahme leiden. Zuletzt kündigte Trump für deutsche Autobauer Strafzölle an, wenn diese ihre Autos nicht in Amerika produzieren ließen.

Quelle: n-tv

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