Vergleich von Rente und Pension: Wer bekommt was?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 26.07.2018

Arbeitnehmer erhalten Punkte für die Rente, die sich über die Jahre hinweg ansammeln. Pensionen orientieren sich hingegen am letzten Gehalt vor dem Ruhestand. In der Regel fahren Beamte damit deutlich besser, doch auch ihr System gerät durch die Demografie stark unter Druck. Denn sie zahlen ebenfalls nicht in eine Rentenkasse ein, sondern werden durch aktuelle Beitragszahler finanziert.

Das Thema Altersarmut scheint aktueller denn je zu sein. Vor allem für Generationen, die ab 2030 in den Ruhestand gehen, ergibt sich ein Problem: Auf immer mehr Rentner kommen immer weniger Beitragszahler. Doch auch die Zahl der Pensionäre wird weiter steigen. Ob Arbeitnehmer oder Beamte mit ihrer Altersvorsorge besser fahren, wird sich spätestens in einigen Jahren zeigen. Denn die beiden Versorgungssysteme funktionieren nach unterschiedlichen Prinzipien.

Punktesystem vs. letztes Gehalt

Angestellte zahlen derzeit gemeinsam mit dem Arbeitgeber 18,6 Prozent ihres Bruttolohns in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Die ist dann allerdings als sogenanntes Umlageverfahren organisiert. Sprich: Die Arbeitnehmer zahlen die Renten der Rentner durch ihre aktuellen Beiträge. Trotzdem gilt das sogenannte Äquivalenzprinzip. Wer lange arbeitet und viel verdient, hat auch im Alter Anspruch auf eine höhere Rente. Mit jeder Einzahlung in die Versicherung erhalten heutige Arbeitnehmer eine bestimmte Punktzahl, die später in den Rentenanspruch umgewandelt wird.

Beamte zahlen hingegen nicht in eine Versicherung ein, sondern erhalten von ihrem Dienstherrn gemäß dem sogenannten Alimentationsprinzip eine Pension. Die Höhe der Pension bemisst sich immer am letzten Gehalt und der Beschäftigungsdauer. Maximal erhalten Beamte so 71,75 Prozent des letzten Gehalts – was in der Regel vergleichsweise viel Geld ist.

Pensionäre erhalten in der Regel mehr Geld

Wie die Rheinische Post anhand verschiedener Praxisbeispiele ermittelte, schneiden Beamte im Ruhestand unterm Strich deutlich besser ab als Arbeitnehmer – zumindest was die gesetzliche Rente anbelangt. Ein Beispiel: Wer während seines Arbeitslebens im Schnitt 3.500 Euro verdient, der kommt auf 1.589 Euro gesetzliche Rente. Beamte erhalten beim gleichen Verdienst circa 2.400 Euro Pension. Nicht berücksichtigt sind hierin allerdings mögliche Betriebsrenten, die einige Arbeitnehmer zusätzlich erhalten.

Quelle: rp-online.de

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