Versicherungsfrage: Wer haftet bei Weihnachts- und Silvesterunfällen?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.12.2018

Die besinnliche Weihnachtszeit führt manchmal zu Unfällen: Wenn der Weihnachtsbaum brennt, ist der Schock groß. Auch an Silvester steigt die Gefahr für Unfälle durch defekte Böller. Da ist gut zu wissen, wer im Schadensfall die Konsequenzen trägt.

In vielen Fällen zahlen Versicherungen wie Haftpflicht- und Hausratversicherung für den entstandenen Schaden. Es hängt aber stark davon ab, ob Fahrlässigkeit oder Unachtsamkeit zu dem Unfall führte und ob potenzielle Gefahrenquellen vorab eliminiert wurden.

Typische Schadensfälle zu Weihnachten

Weihnachten ist die Zeit der Kerzen; zwar greifen immer mehr Menschen zu LED-Lichtern, doch der flammende Schein einer angezündeten Kerze kann manchmal nicht ersetzt werden. Vorsicht ist bei ausgetrockneten Adventskränzen und der Anordnung der Lichter auf dem Weihnachtsbaum geboten: Wird die Kerze zu dicht an einem trockenen Zweig oder anderem Baumschmuck platziert oder nicht ausreichend befestigt, kann der Baum rasch zum ungewollten Flammenmeer werden. Besonders kritisch: umstehende Geschenke, Elektrogeräte oder Wandschmuck wie Gardinen, auf die das Feuer leicht überspringen kann. Normalerweise sind solche und ähnliche Schäden von der Hausratversicherung abgedeckt. Diese umfassen sowohl die Schäden durch die Flammen als auch jene durch das Löschwasser. Einschränkungen bei der Zahlung gibt es, wenn Adventskranz oder Baum nachweislich unbeaufsichtigt gelassen wurden. Die private Haftpflichtversicherung zahlt indes bei der Beschädigung einzelner Dinge; handelt es sich um eigene Gegenstände, kommt die Versicherung oft nur für einen Teil der Kosten auf. In jedem Fall ist wichtig, den Schaden umgehend – also gleich nach den Feiertagen – der Versicherung zu melden und möglichst viele Informationen über die Ursache anzugeben.

Böllerunfälle und Co: Absicherung bei Silvesterpannen

Auch an Silvester ist das Potenzial für Unfälle vorhanden. Feuerwerkskörper können Gegenstände und Menschen schädigen, wenn sie defekt sind oder unsachgemäß gestartet werden. Partygäste, die mit Böllern einen Unfall verursachen, sind in der Regel über die Privathaftpflicht abgesichert. Bei Kindern unter sieben Jahren haftet die Versicherung der Eltern, doch wird hier manchmal aufgrund der vernachlässigten Aufsichtspflicht nicht alles gezahlt. Wird ein Gegenstand wie ein Auto durch einen unbekannten Verursacher geschädigt, weil etwa eine Rakete darauf landet, zahlt bei größeren Beschädigungen die Teilkaskoversicherung des Halters. Kleinere „Schmorspuren“ hingegen sind nicht abgesichert. Verletzungen durch Feuerwerk, die behandelt werden müssen, sind durch die Krankenversicherung abgedeckt, bei bleibenden Schäden springen Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung ein. Auch bei Silvesterunfällen sollte der Kontakt zur Versicherung frühestmöglich gesucht werden.

Quelle: ruhrnachrichten.de

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