Klick zur Versicherung: Diese schließen Deutsche online ab

Zuletzt aktualisiert am 24.06.2019

Wir shoppen, buchen, unterhalten und informieren uns im Internet. Wie es bei den Deutschen derweil um den Abschluss von Versicherungen im Netz steht, hat der Digitalverband Bitkom e.V. jetzt herausgefunden. Welche Versicherungen regeln wir per Klick – und welche nicht?

Computer an, Versicherung abgeschlossen: Es ist verlockend, dem Papierkram zu entkommen und ihn gegen ein paar Klicks auszutauschen. Doch die Deutschen schließen nicht alle Versicherung gerne online ab. Der Digitalverband Bitkom e.V. hat nun herausgefunden, welche Versicherungsabschlüsse online zu den Spitzenreitern zählen und welche weniger beliebt sind.

Die beliebtesten Online-Abschlüsse

Wir lieben die Einfachheit – eine neue Versicherung in nur wenigen Klicks online abzuschließen, ist bei vielen Deutschen eine beliebte Alternative zum üblichen Papierkrieg. Doch bevorzugen wir im Netz vergleichsweise einfache Versicherungen, deren Leistungen sich übersichtlich gestalten. Zu diesem Schluss kam eine Umfrage, die der Digitalverband Bitkom e.V. in Auftrag gab. Insgesamt wurden 1.005 Deutsche telefonisch zum letzten Abschluss der gängigsten Versicherungen befragt.

Die Erhebung zeigte schnell einen klaren Sieger: Mit 44 Prozent ist die Reiserücktrittsversicherung der beliebteste Online-Abschluss. Auf dem zweiten landete mit insgesamt 33 Prozent online vereinbarten Policen die Kfz-Versicherung. Immerhin noch jeder vierte Befragte hatte seine letzte Rechtsschutzversicherung online abgeschlossen, nur zwei Prozent weniger waren es bei der Auslandskrankenversicherung. Laut Fabian Nadler, einem der Bitkom-Experten, richtet sich die Beliebtheit des Online-Abschlusses nach dem Bedarf der persönlichen Beratung. Je mehr eine Versicherung von dieser benötige, desto eher würde die Versicherung aus dem Netz gemieden.

Die Möglichkeiten personalisierter Video-Beratung, von Chatbots oder künstlicher Intelligenz, könnten diesen Zusammenhang künftig jedoch ändern. Doch stünden uns in diesen Aspekten noch mehr Veränderungen bevor: „Und wir werden künftig vermehrt spezielle Online-Angebote sehen, bei denen ich zum Beispiel per Smartphone noch am Flughafen für genau die Zeit meines Urlaubs einen entsprechenden Versicherungsschutz abschließen kann. Diese On-Demand-Versicherungen basieren auf IoT-Daten und werden den Versicherungsmarkt noch einmal grundlegend verändern.“

Hausrat und Altersvorsorge bleiben außen vor

Von den Befragten mit Unfallversicherung gaben lediglich 17 Prozent an, diese im Internet abgeschlossen zu haben. Bei der Krankenversicherung waren es lediglich 14 Prozent. Mit zwölf und elf Prozent folgen die Haftpflicht- sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung. Den letzten Platz teilen sich mit jeweils sieben Prozent schließlich die Hausratversicherung sowie die private Altersvorsorge.

Laut Nadler seien es vor allem die selten wechselnden Versicherungen, die klassisch eher abseits des Internet geschlossen werden. Ihm zufolge würde sich in den kommenden Jahren jedoch auch hier der Trend zum Online-Abschluss entwickeln. Eine persönliche Beratung durch Versicherungsvertreter oder -makler sei dann vor allem komplizierten Fällen und Sonderregelungen vorbehalten.

Quelle: marketing-boerse.de

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