Versicherungen in der Steuererklärung

Zuletzt aktualisiert am 01.08.2019

Versicherungen, die beispielsweise der persönlichen oder beruflichen Vorsorge dienen, sind steuerlich absetzbar. Doch welche fallen darunter und wo finden sie ihren Platz in der Steuererklärung? Da am 31. Juli 2019 die Frist zur Steuereinreichung abläuft, sollte schnell geprüft werden, welche Ersparnisse möglich sind.

Neben Beiträgen für die Kranken- und Pflegeversicherungen können beispielsweise auch Zahlungen für die Riester-Rente abgesetzt werden. In beruflicher Hinsicht spielen etwa die Berufshaftpflicht- und Unfallversicherung eine Rolle. Reine Sachversicherungen sind hingegen nicht absetzbar.

Als Sonderausgabe absetzen?

Wer bei der Steuer sparen möchte, muss gewisse Ausgaben absetzen – dazu zählen auch jene für Versicherungen. Diese werden als Sonderausgaben oder Werbungskosten angegeben; es kommt darauf an, ob ein privates oder berufliches Risiko abgesichert ist. Bei den Sonderausgaben im privaten Bereich können die Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung, Zusatzversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherung, Kfz- und Privathaftpflicht sowie Risikolebensversicherung eingetragen werden.

Sie kommen ebenso wie Beiträge für Kapital-Lebensversicherungen und Auslandskrankenversicherungen in die Anlage Vorsorgeaufwand. Riester-Renten, die ebenfalls zum privaten Bereich zählen, finden in der Anlage A ihren Platz. Werbungskosten umfassen hingegen Beiträge zur Berufshaftpflicht, Unfallversicherung und Rechtsschutz, sofern diese für das Arbeitsrecht geltend gemacht werden kann. Diese Posten werden in der Anlage N notiert.

Wenn die Versicherung ein privates und berufliches Risiko abdeckt, werden die Posten in beide Kategorien aufgeteilt. Versicherte können bei ihrer Versicherungsgesellschaft problemlos eine Bescheinigung anfordern, die aufschlüsselt, zu welchen Teilen die Beitragssätze auf die private und die berufliche Absicherung aufgeteilt sind. Das erleichtert das Ausfüllen der Steuererklärung.

Was keine Ersparnis bringt

Es gilt eine Höchstgrenze für die absetzbaren Versicherungen: Beim Vorsorgeaufwand sind für den Arbeitnehmer Sonderausgaben bis maximal 1.900 Euro möglich; Verheiratete können den Betrag verdoppeln. Selbstständige haben noch etwas mehr Spielraum und müssen eine Grenze von 2.800 Euro beachten, die maximal für Vorsorgeaufwendungen abgesetzt werden kann.

Es gibt jedoch auch Absicherungen, die gar keine Steuererleichterung mit sich bringen. Darunter fallen sämtliche Versicherungen, die reine Sachgüter schützen. Beispiele dafür sind die Hausratversicherung, der Vollkaskoschutz fürs Auto oder eine Reiserücktrittsversicherung bei der Urlaubsplanung. Diese können ebenso wenig wie eine Gebäudeversicherung, eine Gepäckversicherung oder den Schutz fürs Fahrrad von der Steuer abgesetzt werden.

Quelle: focus.de

Spartipps und News:

Newsletter abonnieren & gratis PDF erhalten

Durch die Nutzung von FinanceScout24 stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.