Versicherungsbeiträge in der PKV steigen vielfach

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 23.02.2016

Auch wer privat versichert ist, muss 2016 womöglich mehr für seine Krankenversicherung zahlen. Es erfolgte ein Anstieg der Versicherungsbeiträge um durchschnittlich 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Lediglich für Beamte fielen die Erhöhungen moderater aus. Die Versicherer reagieren mit den Beitragsanpassungen auf die anhaltend niedrigen Zinsen, die ihre Kapitalerträge verringern.

Nicht nur die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen (GKV)müssen in diesem Jahr steigende Versicherungsbeiträge hinnehmen. Nachdem die Versicherungsbeiträge in der privaten Krankenversicherung in den vergangenen Jahren nur gering angestiegen sind, müssen Verbraucher, die privat versichert sind, 2016 deutlich höhere Beiträge zahlen. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) und beruft sich dabei auf das Rating des Branchendienstes Map-Report.

Privat versichert: Deutliche Unterschiede bei den Versicherungsbeiträgen

Laut Map-Report sind die Versicherungsbeiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) für das Jahr 2016 im Durchschnitt um 4,1 Prozent gestiegen. Damit haben sie stärker zugelegt, als es im Gesamtdurchschnitt der Jahre 2000 bis 2016 der Fall war. Dieser liegt bei 3,7 Prozent. Beamte können sich allerdings über relativ moderate Beitragsanpassungen freuen: Im Schnitt stiegen ihre Versicherungsbeiträge um 1,5 Prozent, was sogar unter dem langjährigen Durchschnitt von 2,8 Prozent für diese Gruppe liegt.

Das Rating ergibt sich aus den Daten von 17 Versicherern, die sich an der Untersuchung beteiligt hatten. Einige der insgesamt 32 Krankenvollversicherer wollten dem Branchendienst allerdings keine Daten zur Verfügung stellen. Die stärkste Beitragssteigerung hat mit 16,4 Prozent bei der R+V stattgefunden, bei Allianz, Signal, Pax Familienfürsorge und Deutscher Ring blieben die Beiträge hingegen auf dem Vorjahresniveau. Bei Concordia und DEVK konnte sogar ein leichter Rückgang der Versicherungsbeiträge verzeichnet werden. In der Gesamtwertung konnte sich die Debeka als bester privater Krankenversicherer behaupten.

Verschiedene Gründe für höhere Versicherungsbeiträge

Die privaten Krankenversicherungen müssen ihre Beiträge erhöhen, weil sie sich aus verschiedenen Gründen in der Krise befinden. Durch die Niedrigzinsen können die Assekuranzen nur geringe Kapitalerträge verzeichnen und müssen diese zum Teil über steigende Versicherungsbeiträge ausgleichen. Es kommt aber auch zu einem Mitgliederschwund und viele Selbstständige, die bislang privat versichert waren, wandern in die gesetzlichen Krankenkassen ab.

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