Verspätete Steuererklärung: So erhalten Sie eine Fristverlängerung

Zuletzt aktualisiert am 27.05.2017

Alle Jahre wieder: Für fast die Hälfte aller Steuerpflichtigen endet die offizielle Abgabefrist für die Steuererklärung 2016 bereits am 31. Mai. Wer es nicht pünktlich schafft, muss im Regelfall mit teuren Verspätungszuschlägen rechnen. Mit einem Antrag auf Fristverlängerung können Sie sich vor den Bußzahlungen schützen.

Kranken-, Kinder- oder Arbeitslosengeld beziehen, und immer mehr Rentner: Beinahe die Hälfte aller Steuerpflichtigen muss am 31. Mai ihre Steuererklärung für das Jahr 2016 einreichen. Wir erklären, unter welchen Umständen der Antrag auf Fristverlängerung vom Finanzamt akzeptiert wird und wie Sie sich vor Verspätungszuschlägen schützen können.

Antrag auf Fristverlängerung

Wird die Steuererklärung nicht rechtzeitig abgegeben, kann das Finanzamt nach § 152 der Abgabenordnung für säumige Steuerzahler Verspätungszuschläge von bis zu zehn Prozent erheben. Alternativ werden die fälligen Abgaben - selten zum Vorteil des Steuerzahlers - geschätzt.

Um dies zu umgehen, kann laut § 109 der Abgabenordnung ein formloser Antrag auf Fristverlängerung beim Finanzamt gestellt werden. Diese wird in der Regel gewährt, wenn sie aufgrund von Krankheit, längerer Abwesenheit durch beispielsweise Dienstreisen oder wegen fehlender ausstehender Bankunterlagen erbeten wird. Wird die Erklärung von einem Steuerberater eingereicht, muss sie gar erst am 31. Dezember vorliegen. Arbeitnehmer, die ihre Steuererklärung freiwillig einreichen, haben dafür bis zu vier Jahre Zeit.

Wartezeiten bei der Steuerrückzahlung

Nach Abgabe ihrer Steuerklärung warten deutsche Arbeitnehmer durchschnittlich 53 Tage auf ihren Steuerbescheid. Das geht aus einer aktuellen Studie des Portals „Lohnsteuer kompakt“ hervor: Dieses hat 200.000 Steuererklärungen, die in den letzten zwölf Monaten bei 506 Finanzämtern eingereicht wurden, geprüft. 

Das Ergebnis: Wie lange Steuerzahler auf ihren Bescheid warten, hängt von ihrem Wohnort und dem zuständigen Finanzamt ab. So warten Steuerzahler aus Bensheim mit 27,3 Tagen im Schnitt am kürzesten, während die Bearbeitung in Deutschlands langsamsten Finanzamt in Bremerhaven durchschnittlich 86 Tage in Anspruch nimmt. 

Ungeduldigen empfiehlt der Bund der Steuerzahler die elektronische Übermittlung ihrer Steuererklärung. Dies wirkt sich meist positiv auf die Bearbeitungszeit aus - im Amt und zu Hause.

Weitere Meldungen im Überblick

  • US-Sammelklage gegen General Motors: Um Abgastests bestehen zu können, soll der amerikanische Autobauer drei Abschaltvorrichtungen in bis zu 700.000 Diesel-Fahrzeuge eingebaut haben.
  • Griechenland-Krise: Der Internationale Währungsfond (IWF) beharrt auf einem Schuldenschnitt für Griechenland als Bedingung für eine Beteiligung am dritten Hilfspaket.
  • Warnstreiks im Einzelhandel: In der Region Stuttgart finden am Freitag Warnstreiks im Einzelhandel statt. Die Gewerkschaft Verdi fordert Gehaltserhöhungen, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung und ein tarifliches Mindesteinkommen.

Quellen: Focus, Süddeutsche, Welt

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