Viele Deutsche rechnen immer noch in D-Mark

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.05.2015

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass noch fast die Hälfte der Verbraucher beim täglichen Zahlungsverkehr in D-Mark umrechnet. Auch 13 Jahre nach der Einführung des Euros haben sich vor allem ältere Menschen noch nicht vollständig an die Gemeinschaftswährung gewöhnt. Dennoch gibt es mehr Eurobefürworter als Menschen, die sich die gute alte D-Mark zurückwünschen.

Beim täglichen Zahlungsverkehr spielt die D-Mark (kurz: DM) zumindest in den Köpfen vieler Deutscher noch immer eine große Rolle. Laut Informationen von „FAZ“/AFP ergab eine Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland jetzt, dass 47 Prozent der Deutschen noch regelmäßig in DM umrechnen. Vor allem bei größeren Ausgaben führen sich viele Verbraucher den Umrechnungswert vor Augen.

D-Mark bleibt feste Größe im Zahlungsverkehr

Selbst wenn bargeldlos per zu EC- oder Kreditkarte gezahlt wird, haben viele Verbrauchern noch die alte Währung vor Augen. Frauen scheinen sich dabei mit dem Abschied von der Mark schwerer zu tun: Der Umfrage zufolge rechnen 41 Prozent der Männer und 52 Prozent der Frauen noch in D-Mark umrechnen. Generell scheint älteren Menschen, die vor der Einführung der Euronoten im Januar 2002 lange Zeit mit der D-Mark bezahlt haben, die Umstellung am schwersten zu fallen:

  • 60 Prozent der 60- bis 69-Jährigen rechnen regelmäßig in D-Mark um.
  • 55 Prozent der 50- bis 59-Jährigen rechnen in der ehemaligen Währung.
  • 19 Prozent der 18- bis 29-Jährigen denken in Mark statt Euro.

Trotz der Omnipräsenz der D-Mark hat der Euro keinen schlechten Stand bei den Bundesbürgern. So stimmten insgesamt 47 Prozent der Befragten zu, dass Deutschland vom Euro profitieren würde. Nur 23 Prozent gaben an, die D-Mark zurückzuwollen.

Deutsche horten Milliarden an D-Mark

Es dürften immer noch mehr als 13 Milliarden D-Mark ihr Dasein in Sparstrümpfen und vergessenen Geldverstecken fristen. Nach Informationen der Deutschen Bundesbank wurden 6,1 Milliarden D-Mark in Scheinen und 6,8 Milliarden D-Mark in Münzen noch nicht in Euro getauscht. Verbraucher können Restbestände nach wie vor kostenlos in Filialen der Bundesbank wechseln. Banken und Sparkassen bieten den Tausch mittlerweile nicht mehr an. Der Wechselkurs von 1,95583 Mark für einen Euro ist seit der Einführung der Gemeinschaftswährung festgelegt.

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