VW Abgasskandal: Endlich Schadensersatz für Betroffene?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.01.2019

Neue Chance für vom Abgasskandal betroffene Dieselbesitzer: Anscheinend hat selbst das Software-Update, das die aufgetretenen Manipulationen bei bestimmten Dieselmotoren beseitigen sollte, geschummelt. Durch eine integrierte Abschalteinrichtung wurde die Abgasreinigung alle 20 Minuten geändert.: Endlich Schadensersatz für Betroffene?

Stellt sich das als Wahrheit heraus, bringt diese Entwicklung eine neue Chance für VW-Dieselfahrzeugbesitzer mit sich. Offenbar dürfen Betroffene dann endlich mit dem lang versprochenen Schadenersatz rechnen.

Vorwurf der Software-Manipulation: Neue Entwicklung im VW-Abgasskandal

Wer bislang als Dieselbesitzer noch keinen Schadenersatz infolge des Abgasskandals erhalten hat, sollte nun aufhorchen: Ein neuer Skandal bei VW bahnt sich an. Demzufolge haben nicht nur die Dieselfahrzeuge selbst, sondern auch ein neues Software-Update für Manipulationen bei den Abgaswerten gesorgt. Betroffen ist ein Update für die als Schummel-Diesel bezeichneten VW-Fahrzeuge mit EA189 Motor. Angeblich werden die Werte nicht, wie versprochen, durch das Update laufend, sondern nur für kurze Zeit nach dem Fahrzeugstart verbessert. Aus diesem Grund ändert das Update alle 20 Minuten die Abgasreinigung. Das würde bedeuten, dass die Manipulationen an den Motoren nicht aufgehoben wurden. Bestätigt ist diese Vermutung aber noch nicht.

Der Abgasskandal beschäftigt Dieselbesitzer bereits seit 2015, als die geschummelten Abgaswerte bei VW-Fahrzeugen ans Licht kamen. Seither gibt es immer wieder Wendungen und überraschende Entwicklungen, auch andere Fahrzeughersteller gerieten ins Visier. Während im Ausland fast schon im Regelfall hohe Summen als Schadenersatz gezahlt werden, müssen sich Dieselbesitzer hierzulande individuell zur Wehr setzen.

Klage oder Kreditwiderruf: Chancen für Autobesitzer

Durch die angebliche Software-Anpassung gibt es eine neue Chance für weitere VW-Dieselbesitzer, einen Schadenersatz seitens VW einzufordern. Stellt sich das Update tatsächlich als Manipulation heraus, kann sich eine Klage auszahlen. Wichtig ist, vorher aber alle Eckdaten sorgfältig zu prüfen. Ist der Besitzer des betroffenen Fahrzeugs beispielsweise rechtsschutzversichert oder wurde das Auto per Autokredit finanziert? Ist letzteres der Fall, können viele Betroffene einfach den Kredit widerrufen. Das ist oftmals noch für einen langen Zeitraum nach dem Autokauf möglich. Auch hier gilt: Die Einzelheiten sollten individuell geprüft werden, bevor die Möglichkeit in Anspruch genommen wird.

Insgesamt scheint es so, als würden Dieselbesitzer auch in Deutschland endlich im Rahmen des Abgasskandals ihre Entschädigung erhalten – und neue Überraschungen auch 2019 nicht ausbleiben.

Quelle: focus.de

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