VW-Diesel: Umrüstung macht Fortschritte

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.05.2017

Nach dem guten Start ins neue Jahr will der Traditionskonzern Volkswagen auch in der Diesel-Umrüstung voranschreiten. Das Wolfsburger Unternehmen soll bundesweit bereits drei Viertel der manipulierten Dieselmotoren nachgebessert haben, die von der Abgasaffäre betroffen waren. Noch in diesem Jahr will VW die mehreren Hunderttausend fehlenden Dieselfahrzeuge mit einem Software-Update ausbessern.

Es geht bundesweit voran mit der Umrüstung von manipulierten VW-Dieselfahrzeugen. Seit dem Abgasskandal soll das Wolfsburger Traditionsunternehmen bereits gute drei Viertel der betroffenen Dieselmotoren mit Software-Updates umgerüstet haben.  Jetzt fehlen noch mehrere Hunderttausend Wagen, die auf eine Nachbesserung warten. Nach dem guten Start ins neue Jahr soll diese bis Ende 2017 erfolgen.

Fortschritte der Umrüstung

Die Umrüstung per Software-Update geht mit großen Schritten voran. Diesen Eindruck vermittelt VW-Markenchef Herbert Diess im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Von den manipulierten Dieselmotoren seien bereits 72 Prozent ausgetauscht worden. 

Auch die Kundenzufriedenheit sei mehr als annehmbar: Weniger als ein Prozent der Halter entsprechender Fahrzeuge klagt über Nachteile der Umrüstung. Ein VW-Sprecher gab zuletzt bekannt, dass von den Wagen, die in Europa betroffen seien, bereits die Hälfte nachgebessert wurde. Das ehrgeizige Ziel des Unternehmens sieht die Bewältigung der Umrüstung in ganz Europa bis zum Herbst dieses Jahres vor.

Es wird nicht still um Volkswagen

Zuletzt machte Volkswagen mit einem überraschend guten Start ins neue Jahr Schlagzeilen. Das erste Quartal konnte der weltweit größte Autobauer mit einem Umsatz von 56,2 Milliarden Euro abschließen. 

Ähnlich gut soll es nun also auch mit der Umrüstung nach dem Abgasskandal weitergehen, der - mit Blick auf die Gewinne - allmählich seinen Schrecken zu verlieren scheint. Der Skandal betrifft weltweit mehr als elf Millionen Fahrzeuge der VW-Gruppe. Dazu gehören nicht nur die Wagen der Kernmarke, sondern auch von Seat, Audi oder Škoda. 

In Deutschland sind mehr als 2,6 Millionen Fahrzeuge mit Dieselmotoren unterwegs, bei denen das Unternehmen durch Veränderungen die korrekte Messung der Abgaswerte manipulierte. Doch auch in Regionen wie Nordamerika, wo durch den Skandal großflächig Einbußen hingenommen werden mussten, schreiten die Updates laut Diess voran. 

Im September 2015 war es der Druck US-amerikanischer Behörden, der Volkswagen zum Eingeständnis der weltweiten Manipulation zwang.

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  • Lufthansa erwägt Air-Berlin-Übernahme: Der Lufthansa-Chef Carsten Spohr zeigte sich öffentlich interessiert an der Übernahme des kriselnden Konkurrenten Air Berlin. Zuvor müsse jedoch eine Entschuldung angestrebt werden.
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Quellen: Manager-Magazin, Handelsblatt

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