VW mit überraschend gutem Start ins neue Jahr

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.05.2017

Der weltgrößte Autobauer kann nach der Dieselkrise wieder mit guten Zahlen überzeugen.  Seit der Aufdeckung des Abgasbetrugs kriselte es im Unternehmen, doch jetzt präsentiert Volkswagen in seinem Zwischenbericht einen gestiegenen Quartalsgewinn. Während die Schadstoffaffäre den Schrecken verliert, haben die Verkäufe deutlich angezogen. Das erste Quartal 2017 kann Volkswagen mit einem Umsatz von 56,2 Milliarden Euro abschließen.

Es geht wieder bergauf bei Volkswagen: Der größte Autobauer der Welt überzeugt in seinem Zwischenbericht mit einem gestiegenem Quartalsgewinn. Nach der Aufdeckung der Dieselaffäre hatte es im Traditionsunternehmen stark gekriselt.

Doch nun verhelfen gestiegene Verkäufe und die nachlassenden Nachwehen des Skandals um die Schadstoffe zu einem 56,2 Milliarden Euro starken Umsatz im ersten Quartal 2017.

Umsatzstarker Start ins Jahr

Es lief sehr viel besser als erhofft: Besonders in China und Europa haben die Verkäufe von Volkswagen angezogen.  Damit können auch die Einbußen in den USA ausglichen werden, die aus dem Dieselskandal des Wolfsburger Unternehmens resultierten.

Die Steigerung des Umsatzes im ersten Quartal dieses Jahres belief sich auf 10,3 Prozent und brachte damit 56,2 Milliarden Euro ein. Für den operativen Gewinn bedeutetet dies eine Entwicklung von 2,4 Milliarden im Vorjahr auf 4,4 Milliarden im Jahr 2017.

Für Vorstandschef Matthias Müller fußt das positive Quartal auf einem soliden Ergebnisniveau im westeuropäischen Raum, überzeugender Entwicklung der Konzernmarken und guten Produkten.

Treibende Kräfte des Aufschwungs

Zum Großteil verantwortlich für den Erfolg war die Kernmarke des Traditionsunternehmens. Das operative Ergebnis der renditeschwachen Kernmarke schaffte den Sprung von 73 Millionen im Vorjahr auf 0,9 Milliarden in diesem Jahr. Hier war die Einführung des neuen VW Tiguan ein wichtiger Grund für das Plus. Wegen ihrer Ertragsschwäche gilt die Kernmarke als Problemkind, das von Töchtern wie Audi und Porsche getragen werden muss. Noch 2016 war sie abgerutscht und Golf, Passat und Co. fielen mit dem Gewinn um 11,1 Prozent zurück.

Doch auch andere Marken konnten durch Anknüpfen und Erhöhen der Vorjahresniveaus überraschen. Bei Audi blieb das operative Ergebnis mit 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zum 1,3 Milliarden Euro starken Wert des Vorjahres relativ gleich.

Die Marken Porsche und Škoda konnten ihr operatives Ergebnis jeweils auf 932 Millionen und 415 Millionen Euro steigern. Nicht ganz unerheblich dürfte auch das neue Sparprogramm sein. Im letzten Jahr konnten allein durch Einsparungen der Fixkosten rund 800 Millionen einbehalten werden.

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Quellen: Spiegel, Handelsblatt

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