Was sich 2017 alles ändert

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.12.2016

Jedes neue Jahr bringt für Verbraucher gesetzliche Neuerungen, Veränderungen bei Versicherungen oder Preisanpassungen bei Energiekosten. In diesem Artikel erfahren Sie, was sich 2017 alles für Sie ändert und ob Sie mit Mehrkosten oder neuem Sparpotential rechnen können.

Die wichtigsten Änderungen 2017 im Überblick

Zu den wichtigsten Änderungen 2017 gehört die Erhöhung des Grundfreibetrags sowie des Kinderfreibetrags bei der Steuer. Familien mit zwei Kindern können auf diese Weise von einem mehr als 380 Euro höheren Freibetrag bei der Steuerklärung profitieren.

Wer pflegebedürftige Angehörige hat, wird von der in Kraft tretenden Pflegereform begünstigt. Ab 2017 gibt es künftig fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen, die monatlich mehr Geld einbringen.

Für Rentner ergeben sich im kommenden Jahr ebenfalls Änderungen. Wer zum Beispiel schon ab 63 in Rente geht, darf ab 2017 ohne Kürzungen mehr dazu verdienen.

Welche Änderungen im Jahr 2017 konkret erfolgen und ob Sie direkt davon betroffen sind, können Sie im Folgenden nachlesen: 

Änderungen bei Versicherungen

Änderungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen

Die Abgaben für die Pflegeversicherung werden 2017 angehoben. Statt wie bisher 2,53 Prozent müssen dann 2,55 Prozent des Lohns in die Pflegekasse eingezahlt werden. Wer keine Kinder hat, muss mit einem Zuschlag von 0,25 Prozent rechnen. Der Beitragssatz für die Pflegeversicherung liegt demnach 2017 für kinderlose Versicherte bei 2,8 Prozent.

Während Arbeitnehmer an dieser Stelle mehr in die Sozialkassen bezahlen müssen, bleiben sie von einer Beitragserhöhung bei der Rente 2017 verschont. Der Rentenbeitragssatz bleibt vorerst bei 18,7 Prozent.

Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze

Im Jahr 2017 seigt die Beitragsbemessungsgrenze für Renten- und Arbeitslosenversicherung. Im Westen wird die Grenze auf 6.350 Euro (2016: 6.200 Euro) und im Osten auf 5.700 Euro (2016: 5.400 Euro) angehoben. Liegt der Lohn darüber, müssen Arbeitnehmer keine Beiträge für die Sozialversicherungen abgeben.

Für die Kranken- und Pflegeversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze 2017 auf 4.350 Euro. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung liegt 2017 bei 57.600 Euro.

Damit wird der Abschluss einer privaten Krankenversicherung (PKV) künftig erst für Versicherungsnehmer mit einem monatlichen Bruttogehalt von mindesten 4.800 Euro möglich. Versicherungsnehmer, deren Gehalt unter der neuen Versicherungspflichtgrenze liegt, fallen mit Inkrafttreten der Änderung zurück in die gesetzliche Krankenversicherung.

Sonderkündigungsrecht bei Erhöhung des Zusatzbeitrags

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) wird 2017 bei 1,1 Prozent liegen. Dennoch kann es vereinzelt zu Anhebungen kommen.

Beachten Sie, dass Sie bei der Erhöhung des Zusatzbeitrags von einem Sonderkündigungsrecht profitieren und die GKV wechseln können.

Änderungen bei der Kfz-Versicherung

Die Tarife der Kfz-Versicherung setzen sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammen. So wird die Höhe des Versicherungsbeitrags von der Schadensfreiheitsklasse des Fahrers ebenso wie vom Alter des Fahrzeugs beeinflusst.

Ein weiterer Aspekt für die Berechnung des Versicherungstarifs ist die sogenannte Typklasse. Jedes Jahr ermittelt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) die Typklassen von knapp 27.000 Fahrzeugmodellen.

Hierfür wird die Bilanz bei Unfällen sowie Schäden ausgewertet. Liegen im Erhebungszeitraum zum Beispiel viele Schäden bei einem bestimmten Autotyp vor, steigt die Typklasse und somit der Versicherungsbeitrag. Werden bei der Auswertung weniger Schäden festgestellt, kann die Typklasse auch sinken. Die Typklassen selbst werden für Teilkasko, Vollkasko und die Haftpflichtversicherung separat ermittelt.

Mit deutlichen Preisanstiegen ist zu rechnen, wenn die Typklasse um mehr als eine Stufe steigt.

2017 müssen zum Beispiel Besitzer des Opels Mokka 1.6 CDTi bei der Haftpflicht mit deutlichen Preissteigerungen rechnen, da das Fahrzeug um drei Typklassen aufgestiegen ist. Der Audi A5 2.0 TSFI ist gleich vier Typklassen gestiegen.

Die Typklasse Ihres Fahrzeugs können Sie auf der Website des GDV ermitteln. 

Was Sie bei der Anpassung der Typklassen beachten sollten

Die neuen Typklassen für 2017 sind bereits im September 2016 veröffentlicht worden. Ihre Kfz-Versicherung muss Sie über diese Änderung informieren.

Sollte der Versicherungsbeitrag durch die Änderung Ihrer Typklasse steigen, können Sie ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen. Wichtig ist, dass Sie innerhalb eines Monats nach der Information über den gestiegenen Beitrag reagieren.

Vergleichen Sie bei einer Erhöhung des Versicherungsbeitrags verschiedene Angebote von Autoversicherern. Denn letztlich gibt es viele Sparmöglichkeiten bei der Autoversicherung, die Sie wahrnehmen können, sodass die Änderung der Typklasse nicht allein ins Gewicht fällt.

Änderungen bei den Lebensversicherungen

Gleich zwei wichtige Änderungen für Verbraucher wird es im kommenden Jahr im Bereich der Lebensversicherung geben. Für Versicherungsnehmer, die nach dem Jahreswechsel eine Kapitallebensversicherung abschließen, sinkt der Garantiezins von aktuell noch 1,25 Prozent auf 0,9 Prozent.

Bereits jetzt Versicherte sind davon jedoch nicht betroffen, sie können weiterhin mit der in ihrem Vertrag festgehaltenen Zinsvergütung rechnen. Sie müssen sich jedoch auf Änderungen bei der Versteuerung von Einmalauszahlungen einstellen, wenn Sie ihre Police nach 2004 abgeschlossen haben.

Ab kommendem Jahr muss die Differenz zwischen dem ausgezahlten Betrag und den geleisteten Beiträgen zur Hälfte zum individuellen Steuersatz versteuert werden. Versicherungsnehmer, die ihren Vertrag bereits vor 2005 abgeschlossen haben, müssen Einmalauszahlungen nicht versteuern.

Änderungen bei der Rente

Rentner können im Jahr 2017 auf bis zu zwei Prozent mehr Rente zählen. Bei einer Rente von 1.000 Euro sind das bis zu 20 Euro mehr, die jeden Monat zur Verfügung stehen. Mit einer endgültigen Aussage über die mögliche Erhöhung ist jedoch erst im März 2017 zu rechnen. Dann liegen aktuelle Zahlungen zur Lohnentwicklung vor, an welche die Rente gekoppelt ist.

Ein bedeutende Änderung für Rentner besteht in der Einführung der sogenannten „Flexi-Rente“ im Jahr 2017. Sie haben dadurch die Möglichkeit, trotz Rentenbezugs mehr Geld ohne Abzüge hinzuzuverdienen.

Wer in diesem Jahr als 63-jähriger Rentner mehr als 450 Euro hinzuverdiente, musste mit deutlichen Rentenkürzungen von bis zu zwei Dritteln rechnen. Ab 2017 soll die Flexi-Rente diese Einschnitte deutlich verringern. Zum einen bleibt der Freibetrag von 450 Euro im Monat.

Zum anderen gilt ab 2017 eine Obergrenze von 6.300 Euro im Jahr. 40 Prozent von dem Einkommen, das über dieser Obergrenze liegt, wird dann von der Rente abgezogen.

Auf diese Weise soll Arbeitnehmern der Übergang in die Rente vereinfacht werden. Wer trotz Eintritt ins Rentenalter gerne weiterarbeiten möchte, kann durch die geringeren Abzüge mehr von seiner Arbeit profitieren.

Änderungen in der Arbeitslosenversicherung

Arbeitgeber müssen ab 2017 für Arbeitnehmer, die über der Renteneintrittsgrenze liegen, keine Abgaben mehr für die Arbeitslosenversicherung leisten.

Änderungen bei der Pflege

Zum 1. Januar 2017 tritt die Pflegereform in Kraft. Ab diesem Stichtag gelten neue Definitionen für die Pflegebedürftigkeit. Hierfür werden die alten Pflegestufen 1 bis 3 durch die Pflegegrade 1 bis 5 ersetzt.

Wurden bisher nur körperliche Beeinträchtigungen für die Ermittlung der Pflegebedürftigkeit herangezogen, können ab 2017 auch kognitive und psychische Beeinträchtigungen berücksichtigt werden. Im Zentrum der Einstufung steht dann, wie selbständig ein Mensch seinen Lebensalltag bestreiten kann. Durch die Reform können nun zum Beispiel körperlich unversehrte, aber an Demenz erkrankte Patienten Unterstützung durch die Pflegeversicherung erhalten.

Mit der Einführung der Pflegegrade erhalten Verbraucher ein höheres Pflegegeld. Außerdem wurden die Sätze bei der Tages- und Nachtpflege in allen Graden erhöht. Mit mehr Geld dürfen Patienten außerdem bei der vollstationären Pflege rechnen.

Automatische Umstellung der Pflegestufen

Die Umstellung von den alten Pflegestufen auf die neuen Pflegegrade erfolgt automatisch. Wer ab dem 1. Januar 2017 einen Pflegegrad beantragt, wird von einem Gutachter eingestuft.

Wird mehr Pflege benötigt, können Verbraucher einen Antrag auf ein erneutes Gutachten stellen. Daraufhin erfolgt eine neue Einstufung.

Änderungen bei den Steuern

Insgesamt möchte der Fiskus durch Anpassungen verschiedener Steuern die Bürger um mehr als sechs Milliarden Euro an Steuerzahlungen erleichtern. Die folgenden Maßnahmen greifen ab 2017:

  • Steuergrundfreibetrag: Im Jahr 2017 wird der Grundfreibetrag auf 8.822 Euro für Singles (bisher 8.652 Euro) und 17.644 Euro für Verheiratete erhöht. Einkünfte bis zu diesen Grenzen sind steuerfrei. 2017 dürfen Steuerpflichtige demnach 170 Euro mehr verdienen, ohne Steuern zahlen zu müssen. Für 2018 ist eine weitere Erhöhung des Freibetrags um 200 Euro geplant.
  • Reisekosten: Für das Steuerjahr 2017 wurde der Sachbezugswert für die freie Verpflegung auf Dienstreise von 236 auf 241 Euro erhöht. Diese Bezugswerte sind auch für Dienstreisen ins Ausland anzusetzen.
  • Umzugspauschale: Wer berufsbedingt umziehen muss, darf 2017 einen höheren Pauschalbetrag für die Umzugskosten absetzen. Er wurde bei Verheirateten auf 1.528 Euro (bisher 1.493 Euro) und bei Singles auf 764 Euro (bisher 746 Euro) erhöht. Pro zusätzliches Kind können nochmals 337 Euro (bisher 329 Euro) an Umzugskosten abgesetzt werden.
  • Kinderfreibetrag: Der steuerlich anzusetzende Kinderfreibetrag steigt 2017 von aktuell 4.608 Euro auf 4.716 Euro.
  • Spenden: Wer 2017 Spenden steuerlich absetzen möchte, muss nur noch auf Anfrage einen Spendennachweis einreichen. Möglich ist auch eine elektronische Übertragung des Spendennachweises durch den Empfänger der Spende. Hierfür muss der Spender dem Empfänger eine Vollmacht erteilen.
  • Steuerprogression: Im Jahr 2017 sollen die Eckwerte bei der Berechnung der Einkommensteuer um 0,73 Prozent angehoben werden. Auf diese Weise können Steuerzahler trotz geringem Mehrverdienst auf einen gleichbleibenden Steuersatz hoffen.
  • Grunderwerbsteuer: Für Hauskäufer in Thüringen wird es 2017 deutlich teurer. Sie müssen ab dem 1. Januar 2017 6,5 Prozent Steuern beim Grunderwerb bezahlen. Weiterhin niedrige Grunderwerbsteuersätze gelten in Bayern und Sachsen. Dort liegen sie bei 3,5 Prozent.

Spätere Abgabefrist der Steuerklärung

Die Finanzämter haben die Frist für die Einreichung der Steuererklärung verlängert. Ihre Steuererklärung müssen Sie 2017 erst bis zum 31. Juli 2017 abgeben. Wer einen Steuerberater in Anspruch nimmt, hat sogar bis Februar 2018 Zeit für die Abgabe der Steuererklärung.

Eine deutliche Erleichterung gibt es außerdem bei den Belegen. Diese müssen nicht mehr automatisch, sondern nur auf Anfrage an das Finanzamt geschickt werden.

Änderungen bei Strompreisen

Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die Strompreise 2017 zwischen vier und fünf Prozent steigen werden. Zahlte eine Familie im Jahr 2016 zum Beispiel 1.500 Euro für den Strom, kann die Stromjahresrechnung 2017 rund 75 Euro höher ausfallen. Monatlich ergibt sich dadurch eine Preissteigerung von mehr als sechs Euro.

Als Gründe für den Strompreisanstieg gelten die Erhöhungen bei der Ökostrom-Umlage, die 2017 um mehr als acht Prozent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde ansteigt. Darüber hinaus zählen die Netzentgelte, welche die Stromkonzerne von kleineren Anbietern verlangen, zu den Kostentreibern auf dem Strommarkt.

Sonderkündigung

Verbraucher müssen bei Strompreiserhöhungen nicht tatenlos bleiben. Erhöht der Energieversorger die Preise, können Sie Ihr Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen. Dieser kostenlose Ratgeber von FinanceScout24 zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Stromanbieter wechseln und Geld sparen können.

Änderungen beim Kindergeld

Ab dem 1. Januar 2017 wird das Kindergeld monatlich um zwei Euro erhöht. Somit erhalten Eltern ab 2017 monatlich 192 Euro pro Kind. Für 2018 ist eine weitere Erhöhung um zwei Euro eingeplant. Ab dem 1. Januar 2018 liegt die Höhe des Kindergelds für das erste und das zweite Kind dann bei 194 Euro.

Familien mit drei Kindern erhalten ab 2017 198 Euro monatlich für das dritte Kind. Auch hier soll der Beitrag im Jahr 2018 nochmals angehoben werden, auf 200 Euro pro Monat.

Ab dem vierten Kind steigt das Kindergeld 2017 auf 223 Euro monatlich.

Zuschlag für Geringverdiener

Geringverdiener können im Jahr 2017 außerdem mit einem um zehn Euro erhöhten Kinderzuschlag von 170 Euro monatlich rechnen.

Höhere Unterhaltszahlung für Trennungskinder

Getrennt lebende Ehepartner müssen unterhaltspflichtigen Kindern ab 2017 mehr Unterhalt bezahlen. Die Erhöhung beruht auf einer Anpassung der Düsseldorfer Tabelle, auf deren Basis die Unterhaltszahlungen ermittelt werden.

Während die Sätze für den Kinderunterhalt gestiegen sind, ist der Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen gleich geblieben. Sie müssen somit 2017 mit einer finanziellen Mehrbelastung rechnen.

News

2017 verheißt für viele Verbraucher mehr Geld

„Die meisten Verbraucher werden wohl mehr Geld im Portemonnaie haben.“ Diese erfreuliche Perspektive zeichnet Konjunkturexperte Roland Döhrn vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) für das kommende Jahr.
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Änderungen bei Hartz IV

Bezieher von Hartz IV erhalten im Jahr 2017 mehr Geld. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche. So bekommen Leistungsempfänger für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren ab Januar 2017 als Regelsatz 291 Euro anstelle von 270 Euro 2016.

Pro Leistungsjahr stehen Kindern und Jugendlichen bis 13 Jahren somit 252 Euro mehr zu. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren bekommen 311 Euro monatlich. Damit wurde der Satz um fünf Euro angehoben. Für Vorschulkinder gibt es 2017 keine Erhöhung bei den Hartz IV-Bezügen.

Erwachsene bekommen ab 2017 fünf Euro mehr. Hier wurde der Regelsatz auf 409 Euro angehoben. Bei Paaren wurde der Regelsatz ebenfalls erhöht, auf 368 Euro statt 364 Euro.

Erweiterung der Rauchmelderpflicht

In Deutschland gilt bereits in einem Großteil der Bundesländer eine Rauchmelderpflicht, sowohl für Bestandsgebäude als auch für Neubauten.

Ab dem 1. Januar 2017 müssen Eigentümer auch in Nordrhein-Westfalen Rauchmelder in vermieteten Wohnungen installieren. In Bayern wird diese Pflicht zum 1. Januar 2018 eingeführt. Bis auf das Saarland, Berlin, Brandenburg und Thüringen besteht jetzt in jedem Bundesland eine entsprechende Regelung.

Vermieter und Eigenheimbesitzer sollten aktuelle Regelungen prüfen

Prüfen Sie, ob es in Ihrem Bundesland eine Rauchmelderpflicht gibt. Bei einer Missachtung der Auflagen kann ein Ordnungsgeld drohen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die Gebäude- oder Hausratversicherung die Beachtung der jeweiligen Rauchmelderpflicht für einen gültigen Versicherungsschutz voraussetzt.

Anschaffungskosten auf Mieter umlegen

Die Anschaffungskosten für neue Rauchmelder können Vermieter anteilig auf ihre Mieter umlegen. Für die Wartung der Geräte ist ohnehin der Mieter zuständig.

Was sich 2017 noch ändert

  • Abschaltung des DVB-T-Standards: Ab dem 29. März 2017 wird der DVB-T-Standard für die Fernsehübertragung abgeschaltet. Danach strahlen die Fernsehsender nur noch im neuen Standard DVB-T2 HD aus. Wer weiterhin fernsehen möchte, benötigt entweder einen entsprechenden Adapter oder muss sich ein neues TV-Gerät zulegen, das den neuen Standard unterstützt. Nach der Umstellung auf DVB-T2 HD müssen Verbraucher außerdem damit rechnen, dass manche Angebote von privaten TV-Sendern kostenpflichtig werden.
  • Gratis Parkplätze für Carsharing: Das Verkehrsministerium plant 2017 die Einführung kostenloser Stellplätze für Carsharing-Fahrzeuge. Allerdings dauert es noch bis zum September 2017, bis entsprechende Regelungen umgesetzt werden sollen.
  • Reformationstag als Feiertag 2017 in ganz Deutschland: Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation ist der 31. Oktober 2017 in ganz Deutschland ein Feiertag. Arbeitnehmer können sich dadurch in vielen Bundesländern auf einen zusätzlichen, bezahlten freien Tag freuen. Allerdings wird der Reformationstag nur 2017 bundeseinheitlich zum Feiertag.
  • Änderungen im Meldegesetz 2017: Vermieter sind 2017 nicht mehr dazu verpflichtet, den Auszug eines Mieters innerhalb von zwei Wochen beim Meldeamt anzugeben. Zieht ein neuer Mieter ein, müssen sie dies jedoch weiterhin anmelden. Allerdings kann diese Meldung elektronisch erfolgen.
  • Arbeitnehmerüberlassungsgesetz 2017: Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz sieht vor, dass Unternehmen Leiharbeiter fest einstellen müssen, wenn diese schon eineinhalb Jahre für das Unternehmen gearbeitet haben. Außerdem sollen Leiharbeiter nach neun Monaten den gleichen Lohn wie alle anderen Arbeitnehmer im Unternehmen erhalten.
  • Erhöhung des Mindestlohns 2017: Der Mindestlohn wird 2017 in Deutschland um 34 Cent auf 8,84 Euro erhöht. So viel müssen Arbeitnehmer mindestens pro Stunde erhalten. Monatlich können Arbeitnehmer dadurch knapp 50 Euro mehr erhalten. Ausnahmen vom Mindestlohn gibt es jedoch 2017 weiterhin. So werden zum Beispiel in der Fleischwirtschaft sowie in der Land- und Forstwirtschaft trotz Einführung des Mindestlohns niedrigere Stundensätze gezahlt.

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