Aktuelle Studie: Wer bekommt Weihnachtsgeld?

Zuletzt aktualisiert am 14.11.2019

Weihnachtsgeld wird auch gern als das 13. Gehalt bezeichnet, Weihnachtsgeschenke werden gern damit finanziert. Doch wer kommt in den Genuss der begehrten Bonuszahlung? In Deutschland sind es weniger Arbeitnehmer als vielleicht vermutet.

Die Chancen auf den Bonus werden durch den Wohnort, das Geschlecht und die Form der Arbeit (Vollzeit oder Teilzeit) beeinflusst, wie eine aktuelle Studie zeigt. Auch fallen die Zahlungen je nach Branche unterschiedlich hoch aus.

Mehr Chancen mit Tarifvertrag

Wenn Arbeitnehmer an einen Tarifvertrag gebunden sind, dürfen sie eher auf Weihnachtsgeld hoffen: Das zeigt jetzt eine aktuelle Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. 76 Prozent der Beschäftigten mit einem solchen Vertrag erhalten die Bonuszahlung laut der Auswertung.

Wer in einer Firma ohne Tarifvertrag tätig ist, geht vielleicht zu Weihnachten leer aus. Nur 42 Prozent der Beschäftigten erhalten hier die begehrte Sonderzahlung auf dem Girokonto, mit denen gern Weihnachtsgeschenke finanziert werden. Doch die Bindung an Tarifverträge ging zurück: Nur noch 56 Prozent der westdeutschen Beschäftigten und sogar nur 45 Prozent der Ostdeutschen arbeiten in einem Unternehmen mit einem Tarifvertrag.

Eckdaten des Jobs spielen Rolle

Auch der Ort der beruflichen Tätigkeit sowie die Arbeitsform und das Geschlecht des Arbeitnehmers beeinflussen die Chancen auf Weihnachtsgeld. In Westdeutschland erhalten es laut Studie 56 Prozent, im Osten 41 Prozent der Beschäftigten. Auch gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Handelt es sich um Frauen, ergattert die Hälfte der Arbeitnehmer einen Bonus; bei Männern sind es mit 55 Prozent der Beschäftigten etwas mehr. Wer Vollzeit arbeitet, erhält ebenfalls mit höherer Wahrscheinlichkeit Weihnachtsgeld als ein Teilzeitbeschäftigter (54 Prozent gegenüber 47 Prozent).

Auch variiert die Höhe der Sonderzahlung: Sie fällt meist in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des üblichen Monatseinkommens aus. Beispielsweise in der Süßwarenindustrie und im Bankgewerbe liegt der Satz laut Studie bei zwischen 95 und 100 Prozent, im Versicherungsbereich bei 80 Prozent. Für die Auswertung des WSI der Hans-Böckler-Stiftung wurden insgesamt über 139.000 Beschäftigte befragt.

Quelle: t-online.de

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