Weltbank korrigiert Konjunkturprognose nach oben

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.06.2015

Die Wirtschaft in den Euro-Ländern wird in diesem Jahr schneller wachsen, als die Weltbank ursprünglich angenommen hatte. Insgesamt schraubt die UN-Organisation ihre Konjunkturprognose für die Weltwirtschaft aber zurück. Vor allem den Entwicklungsländern fehle es am nötigen Auftrieb. Ein Grund dafür ist die erwartete Zinserhöhung der US-Notenbank, die Investitionen bremst.

Die Weltbank beziffert das erwartete Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone laut „Tagesschau.de“ in ihrer neuen globalen Konjunkturprognose mit 1,5 Prozent. Dies sind 0,4 Prozentpunkte mehr als die Ökonomen ursprünglich angenommen hatten. Im Vorjahr lag das Wachstum lediglich bei 0,9 Prozent. Die Eurozone erholt sich nach Einschätzung der Experten somit schneller als erhofft. Für das kommende Jahr rechnen die Weltbanker mit einem Plus von 1,8 Prozent, für 2017 Jahr mit 1,6 Prozent.

 

Gründe für die bessere Konjunkturprognose

Wie alle großen Volkswirtschaften profitieren die Euro-Länder von dem nach wie vor vom niedrigen Ölpreis. Dieser sorgt dafür, dass Verbraucher mehr Geld zur Verfügung steht und der Konsum angekurbelt wird. Hinzu kommen die niedrigen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank. Dieser führt zu günstigeren Krediten, was die europäische Wirtschaft ankurbelt und Investitionen fördert. Nicht zuletzt profitiert die Exportwirtschaft weiterhin vom schwachen Euro.  

 

Schwellenländer haben zu kämpfen

Weniger rosig sieht es dagegen für die Schwellen- und Entwicklungsländer aus. Ihr Wirtschaftswachstum fällt mit 4,4 Prozent um 0,4 Punkte schlechter aus, als die Weltbank prognostiziert hatte. Allein für Brasilien, das zuletzt von einem Korruptionsskandal erschüttert wurde, korrigierten die UN-Ökonomen ihre Wachstumsprognosen um 2,3 Prozentpunkte nach unten. Auch Mexiko, Algerien und die Türkei müssen mit einem geringeren Wachstum rechnen. Die Entwicklungs- und Schwellenländer haben vor allem unter der erwarteten weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank zu leiden. Diese erhöht die Kreditkosten, was den Kapitalfluss einschränkt und zu weniger Investitionen in diesen Ländern führt.

 

Weltkonjunktur geht leicht zurück

Da Länder wie die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) aber als Motoren der Weltwirtschaft gelten, schraubten die Weltbank-Ökonomen ihre Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum leicht zurück. Ihrer Prognose nach wird die Weltwirtschaft in diesem Jahr mit 2,8 Prozent um 0,2 Prozentpunkte weniger zulegen als zuletzt geschätzt. Für die nächsten beiden Jahre fällt die Konjunkturerwartung der Weltbank mit einem Plus von 3,3 und 3,2 Prozent aus. 

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