Weltspartag: Sparer leiden unter Niedrigzinsen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.10.2016

Der Weltspartag ist aktuell für viele Bundesbürger kein Grund zur Freude: Durch die Niedrigzinsen fühlen sich die Sparer oft nicht motiviert, mehr Geld zurückzulegen. Da jedoch durch geringe Renditen auch der Zinseszins-Effekt leidet, wäre es gerade jetzt sinnvoll, als Ausgleich mehr zu sparen.

Der Weltspartag, der immer Ende Oktober - dieses Jahr am 28. Oktober - stattfindet, soll auf die Vorteile des Sparens hinweisen. Durch die anhaltenden Niedrigzinsen scheint das vielen Bundesbürgern aber wenig attraktiv. Wie wichtig Sparen aber unter anderem für eine erfolgreiche Altersvorsorge ist, betont auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Weltspartag: Sparer demotiviert, müssten aber mehr zurücklegen

Die Studie „Generation Mitte“, die das Marktforschungsinstitut Allensbach für den GDV durchgeführt hat, zeigt: Unter den 30- bis 59-Jährigen sparen zwar rund 77 Prozent unverändert, 14 Prozent legen aber angesichts der Niedrigzinsen weniger zurück als früher. Niemand hat sich dazu entschieden, mehr zu sparen – dabei wäre genau das aktuell sinnvoll, wie GDV-Präsident Alexander Erdland zum Weltspartag betont: „Die niedrigen Zinsen zwingen zum Handeln. Die dadurch entstehenden Lücken in der Altersvorsorge lassen sich nur mit größeren Sparanstrengungen ausgleichen.“

Niedrigzinsen zerstören den Zinseszins-Effekt

Um langfristig Vermögen aufzubauen, ist der Zinseszins hilfreich: Wenn hohe Erträge aus Geldanlagen erneut angelegt werden, steigt das Vermögen natürlich stärker an, als wenn die Zinserträge niedrig ausfallen. Das verdeutlicht der GDV an einem Rechenbeispiel: Wer über einen Zeitraum von 30 Jahren jeden Monat 300 Euro zurücklege, könne bei einer Rendite von vier Prozent pro Jahr am Ende mit 206.000 Euro rechnen. Wenn sich allerdings nach der Hälfte der Zeit der Zinssatz auf ein Prozent reduziere, liege die Endsumme nur noch bei 143.000 Euro und damit um 30 Prozent niedriger. Um dieselbe Summe zu erreichen wie in der ersten Version, müsse der Sparer den monatlichen Betrag verdoppeln.

Um die Bundesbürger in Zeiten von Niedrigzinsen besser für das Alter abzusichern, plädiert GDV-Präsident Erdland auch dafür, die Rahmenbedingungen der Riester-Rente zu verbessern. Zum Beispiel sei eine Erhöhung der Grundzulage von aktuell 154 Euro auf 200 Euro sinnvoll.

Quelle: GDV

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