Weniger Immobilienkäufe in der jungen Generation

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.02.2019

Kaum Flexibilität und zu wenig Geld: Das sind nur zwei der Gründe, warum die jüngere Generation nur zögerlich Immobilienkäufe tätigt. Dabei glauben viele nach wie vor daran, dass die Investition in Immobilien zur Altersvorsorge geeignet ist. Trotzdem gehen die Käufe zurück.

Eine Umfrage der Fondsgesellschaft Union Investment beleuchtet nun die Gründe. So gab ein Großteil der Befragten an, dass ihnen der Kaufpreis aufgrund zu wenig Eigenkapital oder geringen Löhnen zu hoch sei. Auch steigt der Anspruch an die eigene Flexibilität sowie die vorhandenen Quadratmeter.

Wünsche der aktuellen Generation: Flexibilität und viel Platz

Die Umfrage der Union Investment wurde in Zusammenarbeit mit dem Immobilienunternehmen ZBI durchgeführt. Viele der Befragten beklagten, dass ihr Wissen rund um den Immobilienerwerb wenig ausgeprägt sei. So bewerteten 81 Prozent dieses als befriedigend bis schlicht nicht vorhanden. Hinzu kommt die eingeschränkte Flexibilität beim Kauf; die Festlegung auf das Eigenheim als dauerhaften Wohnort ist diesbezüglich 44 Prozent zu heikel.

Auch die Wohnfläche reicht bei den erschwinglichen Immobilien oft nicht für den eigenen Bedarf. Während im Jahr 2000 jeder Einwohner auf durchschnittlich 39,5 Quadratmetern lebte, waren es 2017 schon 46,5. Mehr Wohnraum bedeutet natürlich auch höhere Kosten – und an denen kann der Immobilienkauf schnell scheitern.

Herausforderung der Finanzierung als Hauptgrund

Immerhin stiegen die Immobilienpreise im Jahr 2018 um ganze 6,8 Prozent. Besonders stark fiel die Kaufpreiserhöhung in den deutschen Großstädten aus. 50 Prozent der Befragten scheuen die hohe, finanzielle Belastung durch den Immobilienkauf sowie den Druck, der ihnen beispielsweise durch einen Kredit entsteht. 83 Prozent halten ihr Eigenkapital für zu gering, 44 Prozent befinden sich in einem befristeten Arbeitsverhältnis und möchten das Risiko Immobilienkauf nicht eingehen. 64 Prozent bemängeln hingegen ihr geringes Einkommen. Doch scheint dies eher eine subjektive Einschätzung zu sein, da die Gehälter ebenso wie die Immobilienpreise im vergangenen Jahr gestiegen sind. Während ein Arbeitnehmer 2000 noch durchschnittlich rund 27.700 Euro brutto verdiente, steht er heute bei rund 37.000 Euro – das legte die Deutsche Rentenversicherung offen. Auch wenn die Löhne insgesamt weniger stark ansteigen als die Immobilienpreise, sollten sie keinen Hinderungsgrund für den Wohnraumerwerb darstellen.

Quelle: focus.de

Einmal monatlich Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und gratis PDF erhalten!

Durch die Nutzung von FinanceScout24 stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.