Zahnzusatzpolicen: Kassenpatienten profitieren

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 24.10.2016

Für Kassenpatienten kann Zahnersatz unter Umständen zur finanziellen Herausforderung werden. Davor schützen Zahnzusatzversicherungen. Und genau die hat Stiftung Warentest nun erneut genauer unter die Lupe genommen – mit einem überraschend positiven Ergebnis.

Zahnzusatzversicherungen werden immer besser. Das ist eine zentrale Erkenntnis eines aktuellen Tests von Stiftung Warentest. Kassenpatienten, die sich gegen die hohen Kosten für Zahnersatz absichern wollen, erhalten bei vielen Anbietern sehr gute Leistungen. Im Vergleich zum Vorgängertest aus dem Jahr 2014 ist die Zahl der mit „sehr gut“ und „gut“ bewerteten Policen deutlich gestiegen. Viel falsch machen können Kassenpatienten bei der Zahnzusatzversicherung offenbar nicht: Bei keiner der getesteten Policen wurden die Leistungen für Zahnersatz als mangelhaft bewertet.

Kassenpatienten kommt Zahnersatz teuer zu stehen

Für den Test aus der aktuellen Ausgabe des Magazins „Finanztest“ wurden 209 Zahnzusatzversicherungen bezüglich ihrer Leistungen beim Zahnersatz untersucht. Dies dürfte für viele Kassenpatienten der primäre Grund sein, eine solche Police abzuschließen. Denn ab Mitte 40 ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste Zahnersatz benötigt wird. Auch bei sorgfältiger Zahnpflege kommt ab einem bestimmten Alter kaum noch ein Bundesbürger ohne Zahnersatz aus. Bei Kassenpatienten kann die erforderliche Behandlung das Girokonto schnell in die roten Zahlen stürzen, da sie einen erheblichen Teil der Kosten selbst tragen müssen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt im Normalfall nur die Hälfte der Kosten, die für die Regelversorgung – also einen Zahnersatz in Basisausführung – anfallen. Selbst wenn Kassenpatienten ihr Bonusheft vorbildlich pflegen und die vorgeschriebenen Untersuchungsintervalle einhalten, erhöht sich der Zuschuss der Krankenkasse nur auf maximal 65 Prozent.

Bis zu 95 Prozent der Kosten für Zahnersatz werden abgedeckt

Insgesamt zeigten sich die Warentester mit dem Testfeld sehr zufrieden, wie die Bewertungsverteilung zeigt. Von 209 getesteten Police erhielten

  • 66 das Urteil „sehr gut“
  • 59 das Urteil „gut“
  • 58 das Urteil „befriedigend“
  • 26 das Urteil „ausreichend“. 

Mit den leistungsstärksten Tarifen im Test mussten Kassenpatienten auch bei hochwertigerem Zahnersatz als in der Regelversorgung vorgesehen nur noch fünf bis 20 Prozent der Kosten selbst tragen. 80 bis 95 Prozent wurden über die Zahnzusatzpolice und die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt. Die monatlichen Kosten für eine Zahnzusatzpolice bewegten sich für den im Test genutzten 43-jährigen männlichen Modellkunden zwischen 10 und 55 Euro. Die Versicherungsbeiträge steigen allerdings in der Regel mit dem Alter des Versicherten, sodass ältere Versicherungsnehmer unter Umständen deutlich mehr zahlen müssen.

Leistungsspektrum der verschiedenen Policen variiert stark

Günstige Tarife finden Kassenpatienten bei folgenden Anbietern:

  • Allianz
  • Bayerischen Beamten Krankenkasse/UKV
  • Central
  • Debeka
  • Deutscher Ring
  • DFV
  • Ergo direkt
  • Hallesche
  • Hanse Merkur
  • Münchener Verein 

Allerdings unterscheiden sich die Leistungen je nach Police deutlich. Daher sollten Kassenpatienten nicht nur die Kosten im Blick haben, sondern ihre Entscheidung für einen bestimmten Tarif auch von ihren individuellen Bedürfnissen abhängig machen.

Quelle: Stiftung Warentest

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