Zahnzusatzversicherungen werden immer beliebter

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.01.2017

Im vergangenen Jahr haben die Deutschen so viele private Zahnzusatzversicherungen abgeschlossen wie noch nie. Insgesamt wurden laut Zahlen der privaten Krankenversicherung (PKV) ungefähr 400.000 neue Versicherungen dieser Art unterzeichnet. Damit steigt die Gesamtanzahl der zusätzlich Versicherten auf 15,3 Millionen an. Das hängt damit zusammen, dass außergewöhnliche Behandlungen und Leistungen beim Zahnarzt immer teurer werden.

Die gesetzliche Krankenversicherung kommt meist nur für Leistungen in der Zahnbehandlung auf, die unbedingt nötig sind. Dabei wird einzig auf die Standardmaßnahmen zurückgegriffen – dabei nur werden nur 50 Prozent der Kosten übernommen. Mit dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung erhoffen sich Kunden eine bessere und auf Lebenszeit gesehen günstigere Behandlung. Die Preise für eine Versicherung dieser Art schwanken derzeit zwischen fünf und 50 Euro im Monat.

Das erhoffen sich Kunden beim Abschluss der Police

Durch die steigende Selbstbeteiligung bei zahntechnischen Behandlungen steigt die Beliebtheit der Zusatzversicherungen. Die Leistungen der Police unterscheiden sich dabei je nach Anbieter. Selbst für Kinder schließen Eltern häufig eine private Zusatzversicherung ab, da diese auch bei kieferorthopädischen Behandlungen, Zahnreinigungen oder -versiegelungen greift. Doch es müssen nicht unbedingt alle Leistungen vollständig übernommen werden. 

Darüber hinaus entscheidet der Zustand der Zähne bei Abschluss der Versicherung über die Höhe der zu entrichtenden Prämie. Deswegen beschließen viele Kunden, die noch gesunde Zähne haben, sich bereits in jungem Alter eine passende Police zuzulegen. Dabei ist aber weiterhin zu beachten, dass eine Versicherung dieser Art immer auf Risikoverträgen basiert. Es kann passieren, dass Kunden über lange Zeit Geld einzahlen, ohne eine spezielle Behandlung in Anspruch nehmen zu müssen.

Ausnahmen bei Versicherungen: Die Härtefall-Regelung

In der Regel übernehmen gesetzliche Krankenversicherungen beim Zahnersatz nur 50 Prozent der anfallenden Kosten – der zu erhaltende Zuschuss ist dabei unabhängig vom Befund. Für Personen mit einem besonders niedrigen Einkommen greift allerdings die Härtefall-Regelung. Da die Zuzahlung hier als unzumutbare Belastung dargestellt wird, kommt die gesetzliche Krankenkasse in dem Fall für 100 Prozent der Kosten auf. Dafür muss der Versicherte einen speziellen Antrag stellen, der ab einer bestimmten Gehaltsuntergrenze genehmigt wird – das hat auch der Gesetzgeber vorgeschrieben.

Quelle: Spiegel Online

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