Zinsniveau bei Baufinanzierungen steigt allmählich

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 23.05.2015

Die Talsohle bei Baufinanzierungen könnte erreicht sein. Nach einem Rekordtiefststand im April stieg das Zinsniveau nun erstmalig wieder leicht an. Ob dies bereit eine Zinswende einläutet, ist noch nicht eindeutig absehbar. Potenzielle zukünftige Immobilienbesitzer sollten dennoch nicht in Panik verfallen. Insgesamt ist das Zinsniveau immer noch sehr niedrig.

Das Zinsniveau bei Immobilienfinanzierungen scheint seinen Tiefpunkt überwunden zu haben. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, steigen die Zinsen für Baufinanzierungen allmählich wieder.

Zinsniveau steigt innerhalb von drei Wochen um 0,22 Prozentpunkte

Zu einem Zinssatz von unter 0,9 Prozent boten einzelne Banken der Tageszeitung zufolge Ende April Baufinanzierungen an. Mittlerweile liegen die Zinsen beim derzeit günstigsten Anbieter für einen Kreditbetrag von 200.000 Euro mit zehnjähriger Zinsbindung wieder bei 1,35 Prozent. Im Schnitt lägen die Zinsen bei einer Zinsbindungsfrist von zehn Jahren derzeit bei 1,45 Prozent. Vor drei Wochen befand sich dieser Durchschnittswert, dem die Zinssätze von 40 Banken und Baufinanzierern zugrunde liegen, mit 1,23 Prozent noch deutlich darunter.

Höhere Anleihenrenditen als Ursache

Ursache dürfte der parallele Anstieg der Renditen für Anleihen sein, denn der Anleihenmarkt steht in direktem Zusammenhang mit dem Bauzins. Mit höheren Anleihenrenditen steigen auch die Renditen für Pfandbriefe. Und über genau diese Wertpapiere werden Immobilienfinanzierungen in den meisten Fällen von den Banken finanziert. Darüber, ob dieser Anstieg des Zinsniveaus allerdings bereits eine Zinswende einleitet, sind Experten geteilter Meinung.

Zinsniveau immer noch niedrig, Anstieg der Volatilität wahrscheinlich

„Wenn die EZB-Politik des billigen Geldes die Konjunktur in Europa nachhaltig stabilisiert und die Inflation ankurbelt, können sich Immobilienkredite weiter verteuern“, prognostiziert Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Baufinanzierungsplattform Interhyp. Für Finanzierungsinteressenten gibt es angesichts des immer noch sehr niedrigen Zinsniveaus keinen Grund in Panik zu verfallen. Allerdings sollten sie sich Goris zufolge auf eine höhere Zins-Volatilität einstellen und den passenden Moment für einen Vertragsabschluss abwarten.

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